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Im metallischen Erdkern könnte sich genug Wasserstoff für 70 Weltmeere verbergen. © johan63/ iStock

Erdkern: Genug Wasserstoff für 70 Ozeane?

Wasserstoff-Beimischung könnte Dichtedefizit des Erdkerns erklären

Verstecktes Reservoir: Der metallische Kern unseres Planeten könnte weit mehr Wasserstoff enthalten als bislang gedacht – bis zu 70-mal so viel wie in allen Weltmeeren zusammen. Indizien dafür liefern Hochdruck-Experimente, in denen Forscher die Schichtenbildung der jungen Erde nachvollzogen haben. Dabei zeigte sich: Anders als an der Erdoberfläche bindet Wasserstoff bei Hitze und mehr als 30 Gigapascal Druck bevorzugt an Eisen – und könnte mit ihm in den Erdkern gezogen worden sein.

Als unser Planet entstand, war er zunächst ein weitgehend undifferenziertes Gebilde. Doch nachdem ständige Einschläge und eine wachsende Masse die Erde aufheizten, begannen sich ihre inneren Schichten auszudifferenzieren: Schwerere Elemente, darunter vor allem Eisen und Nickel, sanken in den Erdkern hinab, während Silikate und andere gesteinsbildenden Minerale den Erdmantel und die Kruste bildeten – so die Theorie.

Doch gerade der Erdkern gibt noch immer Rätsel auf. So deuten seismische Messungen daraufhin, dass vor allem der äußere, flüssige Erdkern noch andere Elemente außer Eisen und Nickel enthalten muss. Seine Dichte ist für eine reine Metalllegierung nicht hoch genug. Welche leichteren Elemente aber bei der Differenzierung mit in den Kern sanken, ist ebenso spekulativ wie umstritten. Mehr erfahren..

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Erdölförderung im Emsland

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