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Das unbemannte Tauchboot ROPOS beim Einholen an Bord des niederländischen Forschungsschiffes „Pelagia“ Quelle: BGR

Erfolgreiche Schiffsexpedition der BGR im Indischen Ozean

Am Silvestertag 2021 endete in Port Louis auf Mauritius nach knapp drei Monaten die 7. Explorationsfahrt der BGR in das deutsche Lizenzgebiet zur Erkundung von Massivsulfidvorkommen im Indischen Ozean. Bei der Expedition mit dem niederländischen Forschungsschiff „Pelagia“ südöstlich von Mauritius standen Umweltuntersuchungen sowie geophysikalische und geologische Untersuchungen im Fokus der Arbeiten.
Mit Hilfe der geophysikalischen Untersuchungen wurde die dreidimensionale Ausdehnung der Rohstoffvorkommen im Meeresboden im südlichsten Teil des Lizenzgebietes erfasst. Bei den geologischen Arbeiten stand der Einsatz eines neu entwickelten Bohrgerätes im Mittelpunkt. Von einem unbemannten Tauchboot aus wurden gezielt bis zu einem Meter lange Bohrkerne am Meeresboden entnommen. Damit gelang dem Expeditionsteam nicht nur der Nachweis der technischen Funktionsfähigkeit des Geräts. Mit dem Einsatz konnte auch gezeigt werden, dass mit dem Bohrgerät die zur Bewertung der Vorkommen notwendigen Informationen vor Ort (in-situ) unter minimaler Umwelteinwirkung gewonnen werden können. Ein weiterer Teilabschnitt der Expedition war zudem vorrangig den Umweltarbeiten gewidmet. So konnten fünf Verankerungen aus bis zu 4000 Meter Wassertiefe erfolgreich geborgen werden, nachdem diese zwei Jahre lang wertvolle Langzeit-Umweltdaten gesammelt hatten.
Die BGR wurde bei dem Projekt von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universitäten Hamburg, Kiel und Sudbury (Kanada), der Hafencity Universität Hamburg sowie dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und dem Deutschen Zentrum für Biodiversitätsforschung am Senckenberg-Institut in Wilhelmshaven unterstützt.
Die BGR hält im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz seit Mai 2015 diese Erkundungslizenz, um das wirtschaftliche Potenzial dieser Tiefsee-Region im Hinblick auf die für die Energiewende notwendigen Metallrohstoffe wie Kupfer, Kobalt und Indium sowie die Umweltauswirkungen einer möglichen Nutzung dieser Rohstoffe zu untersuchen. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)