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Der Sand wird aus dem Meer an Land gespült und dort mit Planierraupen verteilt. © R. Gieschen

Forschende wollen Sandaufspülungen optimieren

Sand ist einer der wichtigsten Rohstoffe. Weltweit werden jährlich 15 Milliarden Tonnen aus der Natur abgebaut. Auch im Küstenschutz wird viel Sand benötigt, um Strände und Dünen zu erhalten. Ein vom BMBF gefördertes Projekt analysiert die Maßnahmen.

Sylt braucht jedes Jahr eine Generalüberholung. Vor allem während der Zeit der Winterstürme wirken die Naturgewalten an der Westküste der größten Nordseeinsel. Die Brandung spült jährlich rund eine Million Kubikmeter Sand ins Meer, die Küstenlinie verschiebt sich um bis zu vier Meter. Nur mit großem technischem Aufwand können die Folgen dieser Erosion behoben werden. Ein seit Jahrzehnten bewährtes Konzept sind Sandaufspülungen. Dazu werden spezielle Spülschiffe angefordert, die ein Sand-Wasser-Gemisch mehrere Kilometer vor der Küste aus 15 bis 30 Metern Meerestiefe an Bord saugen und über Spülleitungen an den Strand pumpen. Dort wird der Sand mit Planierraupen verteilt.

Eine andere Variante: Der Sand wird im Wasser vor dem Strand von einem Schiff verteilt, wodurch Sandbänke gestärkt werden und den Wellen die Wucht genommen wird. Die jährlichen Kosten belaufen sich auf bis zu zehn Millionen Euro. Seit 1972 wurden nach Angaben der Küstenschutzbehörde auf Sylt rund 50 Millionen Kubikmeter Sand aufgespült. Es ist ein ewiges Tauziehen zwischen Meer und Mensch. Doch die Umweltfolgen dieses großflächigen Sandabbaus unter anderen im Sandentnahmegebiet Westerland, rund acht Kilometer westlich vor Sylt, sind bislang kaum untersucht worden. Zwar haben sich Aufspülungen als Küstenschutzmaßnahme bewährt, allerdings fehlen bislang Strategien, um diese Maßnahmen nachhaltig und noch effektiver zu gestalten. Mehr erfahren...

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