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Bergung einer Strömungsverankerung nach einem Jahr Einsatz auf dem Meeresboden des zentralen Pazifiks (deutsches Lizenzgebiet für Manganknollenexploration) Quelle: BGR

Forscher von BGR und SAMS veröffentlichen Studie in Nature-Zeitschrift:

Starke Winde vor Mexiko haben Einfluss auf möglichen Tiefseebergbau im Pazifik

Ein möglicher Tiefseebergbau im zentralen tropischen Pazifik muss auch Wettereinflüsse berücksichtigen. So herrschen im Gebirge Mexikos vor allem in Mai bis November starke Stürme. Sie sorgen für die Entstehung großflächiger ozeanischer Wirbel, die in 2500 Kilometern Entfernung von der Küste Auswirkungen auf den Meeresboden in vier Kilometer Tiefe und damit auf den geplanten Abbau von Manganknollen haben. Das fanden Wissenschaftler der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) und der Scottish Association for Marine Science (SAMS) heraus. Ihre Untersuchungen veröffentlichten sie jetzt in der aktuellen Ausgabe der Nature-Zeitschrift „Scientific Reports“.

Im deutschen Lizenzgebiet im Zentralpazifik zwischen Hawaii und Mexiko erkundet die BGR im Auftrag der Bundesregierung Vorkommen von Manganknollen. Die Knollen liegen hier in großer Dichte auf dem Meeresboden. Sie gelten als eine mögliche zukünftige Quelle für Nickel, Kupfer, Kobalt und verschiedene Hochtechnologiemetalle zur Deckung des weltweiten Rohstoffbedarfs. Bei einem Abbau der Knollen durch Großgeräte würden feine Sedimentpartikel aufgewirbelt, die als Trübewolke in Bodennähe verdriften und sowohl die Lebensfunktionen der dort lebenden Tiere als auch generell die Nahrungskette beeinträchtigen.

Zusammen mit ihren schottischen Kollegen untersuchte die BGR-Wissenschaftlerin Dr. Annemiek Vink das Verdriften derartiger Trübewolken, deren räumliche Ausdehnung noch weitgehend unbekannt ist. Die stündliche Vermessung von Strömungsgeschwindigkeiten am Meeresboden des deutschen Lizenzgebietes über drei Jahre hinweg in 4100 Metern Tiefe lieferte die Daten dafür. Die Beobachtungen zeigen, dass die energiearme Tiefsee regelmäßig für eine Zeitdauer von mehreren Wochen deutlich energiereicher wird, wenn riesige ozeanische Wirbel ähnlich wie Tornados in der Atmosphäre über das Gebiet ziehen. Mehr erfahren...

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