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Forschungsschiff Professor Multanovski. Foto: Copyright AARI (http://www.aari.ru/index_en.html)

Forschung in der Nordostpassage

Expedition mit FS Professor Multanovskiy durchquert Arktischen Ozean

Bedingt durch die Klimaerwärmung könnte die Nordostpassage, der Seeweg durch den Arktischen Ozean nach Asien, in den Sommermonaten schon in wenigen Jahren zu einer attraktiven Alternative werden. Ein deutsch-russisches Forscherteam unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel wird die Passage in den kommenden sechs Wochen befahren, um neue Einblicke in die Klimageschichte dieser Region zu erhalten. Am 8. September haben 34 Forschende mit dem russischen Forschungsschiff Professor Multanovskiy den Hafen von Murmansk verlassen. Ende Oktober werden sie in Wladiwostok einlaufen.

Die Klimaerwärmung ist in der Arktis am deutlichsten erkennbar. Jetzt im September erreicht die Meereisbedeckung ihr Minimum, und in diesem Jahr ist ein neuer Rekord sehr wahrscheinlich. Doch wie ordnen sich die heutigen Veränderungen in die Klimageschichte ein?  

„Wir forschen schon seit mehr als 25 Jahren in der sibirischen Arktis“, erläutert Dr. Heidemarie Kassens, Co-Fahrtleiterin der Expedition vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. „Dies ist die Kinderstube des arktischen Meereises, das immer später gebildet wird, deutlich dünner ist und im Sommer immer schneller verschwindet.“ Hier sei der Klimawandel wirklich sehr augenfällig, so die Kieler Meeresgeologin. Erstmalig wird sie nun mit Dr. Jens Hölemann vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meereswissenschaften, Florian Evers vom GEOMAR, zwei Studierenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und ihren russischen Partnern die gesamte Nordostpassage von Murmansk bis zur Beringstraße durchfahren, um neue Klimaarchive zu erschließen. Zentrales Arbeitsgebiet ist die Ostsibirische See am Ende der Nordostpassage, die erst nach dreiwöchiger Fahrt von Murmansk aus erreicht wird.  Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)