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Dr. Thomas Schlothauer bei einer Sprengung im Schockwellenlabor. Foto: TU Bergakademie Freiberg / D. Müller

„Ganz und gar nicht unter Schock“

10 Jahre Schockwellenlabor in der Reichen Zeche

Seit 2011 haben Forschende der TU Bergakademie Freiberg in einem untertägigen Schockwellenlabor im Forschungs- und Lehrbergwerk „Reiche Zeche“ mehr als 500 Sprengungen durchgeführt.

„Entstanden aus einer Idee zur Zusammenführung der Höchstdruckforschung der beiden Institute für Anorganische Chemie und Mineralogie, blicken wir heute mit dem Schockwellenlabor auf zehn Jahre und gut zehn interdisziplinäre Forschungsprojekte mit wertvollen Beiträgen sowohl für Grundlagenforschung als auch für industrie- beziehungsweise anwenderorientierte Forschung zurück“, freut sich Prof. Gerhard Heide, Gründungsmitglied des Freiberger Hochdruckforschungszentrums (FHP).

Das Team um die Professoren Edwin Kroke und Gerhard Heide nutzt die bei der Detonation des Sprengstoffs erzeugten Druckwellen, um beispielsweise in Proben aus „weichen“ Ausgangsmaterialien Umwandlungsprozesse auszulösen und damit neue, besonders harte und zähe Materialien zu erzeugen. Solche Prozesse sind auch in der Natur bekannt: Bei Meteoriteneinschlägen kann beispielsweise Diamant entstehen. „Die durch Schockwellen hergestellten Hart- und Ultrahartstoffe zeichnen sich beispielsweise durch eine hohe Temperaturbeständigkeit aus und können in Bohrköpfen in der Tiefbohrtechnik, aber auch zum Polieren optischer Gläser eingesetzt werden", erklärt Prof. Edwin Kroke. Mehr erfahren..

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)