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(Foto: Quelle: E. Grigowski)

Geologische Exkursionen ohne Exkursionsleiter

Wie können in der studentischen Ausbildung Geländeveranstaltungen durchgeführt werden, wenn der direkte Kontakt mit Lehrenden nicht möglich ist?
Das Institut für Geowissenschaften der Universität Bonn hat in Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen und unterstützt durch die DGGV eine Smartphone-App entwickelt, die es den Studierenden erlaubt, selbständig relevante Aufschlüsse im Gelände zu finden. Die App OutcropWizard wurde unabhängig von Corona entwickelt, bietet sich aber nun als ein geeignetes Werkzeug an, um die wichtige praxisnahe Ausbildung weiterhin zu ermöglichen.

Pünktlich zum dreijährigen Jubiläum von OutcropWizard kommt an Ostern ein großes Update:

• Für iOS-Nutzer endlich die erste OutcropWizard-Version im AppStore
• Für Android-Nutzer eine Reihe neuer Funktionen und QoL-Updates:
o eine neue umfangreiche Offline-Funktion (Stichwort: Offlineupload von Aufschlüssen)
o ein Erfahrungspunktesystem
o anonymer Login
o schnellere Ladezeiten
o eine Sharefunktion, mit der man Aufschlüsse als Link teilen kann

Zudem wird die Datenbank in den nächsten Wochen einen großen Zuwachs europäischer Aufschlüsse vermerken. Reinschauen lohnt sich!

Möglichkeit 1: Die Studierenden sollen alleine Aufschlüsse in ihrer Umgebung aufsuchen und geologisch beschreiben. Das können Aufschlüsse sein, die bereits in OutcropWizard eingepflegt sind. Hier fehlen häufig auch noch Fotos, etc. Oder auch neue Aufschlüsse, die von den Studierenden in die Datenbank eingepflegt werden. Hilfreich ist hier vor allem, dass die App über eine digitale geologische Karte verfügt. Denkbar sind auch Natursteinexkursionen durch die Stadt mit Beschreibungen von Gebäuden. Prüfungsleistung könnte ein Bericht zur lokalen Geologie mit der Beschreibung der Aufschlusspunkte sein.

Möglichkeit 2: Die Studierenden sollen eine virtuelle große Deutschlandexkursion durchführen. Dazu legt der Dozent eine entsprechende Exkursionsroute fest. Also zum Beispiel von Aachen nach Wernigerode. Die Studierenden recherchieren zu den Aufschlüssen entlang der Route, beschreiben diese sowie die Geologie entlang der Strecke. Prüfungsleistung: klassischer Exkursionsbericht.

Möglichkeit 3: Die Studierenden laufen eine vorher von den Veranstaltungsleitern festgelegte Route in der Stadt ab und beschreiben Natursteine. Das könnte genutzt werden, um praktische Gesteinsbestimmungskurse durchzuführen. Prüfungsleistung: Lithologicum

Wir sind für neue Ideen offen und würden uns freuen, hier in einen konstruktiven  Erfahrungsaustausch einzusteigen.

Bonn, den 27.03.2020
Maximilian Beheng, Roman de Giorgi, Edouard Grigowski, Gösta Hoffmann, Sabine Kummer, Monika Mikler, Martin Monschau, Matthias Ritter Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Institut für Geowissenschaften, Geologie Kontakt: Email an ghoffman@remove-this.uni-bonn.de https://outcropwizard.de/

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Tel. 030-509 640 48
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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)