Inhalt

Das Projekt "2D-Seismik im Münsterland" präsentierte sich am 23. August der Öffentlichkeit - Bildquelle: DMT

Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen erkundet Potenziale der Tiefen Geothermie im Münsterland

Erneuerbare Energie, die rund um die Uhr, ganzjährig und unabhängig vom Wetter zur Verfügung steht: das ist die Geothermie. Um mit ihrer Hilfe die Wärmeversorgung klimafreundlicher zu gestalten, erkundet der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen (GD NRW) im Auftrag des Landes den tiefen und mitteltiefen Untergrund des zentralen Münsterlandes.

Ziel ist es, Gesteinsstrukturen zu finden, die sich für eine geothermische Nutzung eignen. Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart und der GD NRW-Direktor Dr. Ulrich Pahlke präsentierten das Projekt heute auf einer digitalen Pressekonferenz.
 
Minister Pinkwart: „Um unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen und die Versorgung zu sichern, wollen wir in Nordrhein-Westfalen die ganze Palette der Erneuerbaren ausbauen. Klimafreundliche Wärme aus der Erde ist hoch innovativ, erhält das Landschaftsbild und eröffnet die Chance, die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen.
Ich freue mich, dass der Geologische Dienst und das Münsterland dieses Pilotprojekt so tatkräftig unterstützen. Wir haben hier die Chance, entscheidende Erkenntnisse für die zukünftige Wärmeversorgung in einem Ballungsraum zu gewinnen. Besonders freut mich, dass Expertinnen und Experten aus Nordrhein-Westfalen an diesem Projekt entscheidend mitwirken.“
 
Grundlage des Projekts ist der fraktionsübergreifende Landtagsbeschluss vom 20.3.2019: „Wärmepotenziale nutzen – Einsatz der Geothermie erleichtern“. Um die Klimaschutzziele des Landes Nordrhein-Westfalen zu erreichen, müssen auch im Wärmesektor die CO2-Emissionen deutlich sinken. Für die dringend notwendige Wärmewende kann die Geothermie einen erheblichen Beitrag leisten.
 
Tiefe Geothermie für eine klimafreundliche Fernwärmeversorgung
Die klimafreundliche, regenerative Energie aus der Tiefe der Erde steht witterungsunabhängig, ganzjährig und zu jeder Tageszeit zur Verfügung. Zudem hat ihre Erschließung und Nutzung einen äußerst geringen Flächenbedarf bei einer hohen produzierten Energiemenge. Für die mehrheitlich immer noch fossil betriebenen Fernwärmenetze in Nordrhein-Westfalen bietet die tiefe Geothermie daher eine große Chance. Ersetzen die Städte und Kommunen ihre bisherigen Energiequellen durch klimafreundliche Quellen wie Erdwärme, können sie auf einen Schlag die Wärmeversorgung für eine Vielzahl von Menschen klimafreundlich gestalten.
 
Um den Wärmeschatz unter unseren Füßen nutzen zu können, sind geeignete Gesteinsstrukturen notwendig, in denen heißes Tiefenwasser in der erforderlichen Menge vorhanden ist und gefördert werden kann. Noch sind die tieferen geologischen Strukturen in Nordrhein-Westfalen nur unzureichend bekannt. Daher hat das Land den GD NRW beauftragt, eine geothermische Charakterisierung des tiefen und mitteltiefen Untergrundes durchzuführen.  Mehr erfahren...

Kontextspalte

Kontakt

Deutsche Geologische
Gesellschaft – Geologische
Vereinigung e. V. (DGGV)

Geschäftsstelle Berlin
Rhinstraße 84
12681 Berlin

Ansprechpartnerin:
Frau Lara Müller-Ruhe
Tel. 030-509 640 48
E-Mail senden

www.dggv.de

Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)