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Geothermie-Branche fordert einen Anteil am Green Deal-Recovery Paket ein

Der European Geothermal Energy Council (EGEC) hat gefordert, dass die geothermische Industrie in den Green Deal Recovery Plan der EU aufgenommen wird.

In einem Brief an Frans Timmermans, Executive-Vizepräsident für den Green Deal, und Kadri Simson, EU-Kommissar für Energie, sagte die in Belgien ansässige gemeinnützige Organisation, das Paket solle Investitionen in allen Sektoren der erneuerbaren Energien fördern.

EGEC bemerkte, dass der letzte Woche durchgesickerte Entwurf des Green-Deal-Konjunkturpakets auf erneuerbare Elektrizität beschränkt sei, und es auch erneuerbare Energien für Heizung und Kühlung einschließen sollte. Geothermische Energie liefert erneuerbare Wärme, Kälte und grundlastfähigen Strom.

Das EU-Ausschreibungssystem muss dem Schreiben zufolge erweitert werden, um zusätzlich zu den 15 GW an erneuerbarem Strom auch 15 GW an erneuerbarer Wärme- und Kälteerzeugung einzubeziehen.

EGEC ist der Ansicht, dass insbesondere die Modernisierung geothermischer Fernwärmesysteme im Rahmen des vorgeschlagenen Förder- und Konvergenzinstruments und der Europäischen Finanzierungsfazilität für Renovierungen besondere Aufmerksamkeit verdient.

Solche Fernwärmesysteme senken nachweislich die Energierechnungen der Haushalte. Darüber hinaus wohnt mehr ein Viertel der EU-Bevölkerung in Gebieten, die für geothermische Fernwärme geeignet sind. Länder wie Österreich, Polen, Ungarn, die Slowakei, Slowenien, Kroatien, Bulgarien und Rumänien verfügen über bedeutende transnationale geothermische Wärmespeicher, heißt es in dem Schreiben weiter.

Der Bundesverband Geothermie ist Mitglied des EGEC und unterstützt diese Forderung. Das Green-Deal-Förderpaket soll heute offiziell vorgestellt werden.

Quelle: Renewablesnow.com
 

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