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Den Fragen der Bürger stellten sich auf dem Podium (v.links) DEW-Geschäftsführer Herbert Pohl, der Experte für Natur-und Umweltschutz Karlheinz Bechler, Projektleiter Moritz Naumann, der Leiter der Geologie Ulrich Lotz, der Gutachter zur Seismizität Stefan Baisch und der Leiter der Bohrtechnik Sebastian Homuth. Foto: Rudolf Gamer

GEOTHERMIE-KRAFTWERK IN GRABEN-NEUDORF: AB 2021 SOLL NACH ERDWÄRME GEBOHRT WERDEN

Die Deutsche Erdwärme plant in Graben-Neudort ein Geothermie-Kraftwerk. Rund 120 Besucher nahmen an einer Info-Veranstaltung des Unternehmens in der Pestalozzi-Halle teil.

Ein Geothermie-Kraftwerk will die Deutsche Erdwärme AG (DEW) in Graben-Neudorf bauen. Etwa 160 Grad heißes Thermalwasser soll aus rund 3.500 Meter Tiefe über eine Bohrung nach oben gefördert werden, um Strom und Wärme zu erzeugen und danach über eine zweite Bohrung zurückgeführt werden. Sechs Megawatt Leistung werden anvisiert, damit könnten rund 10.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

Entsprechende Pläne hat die DEW erarbeitet. Von Anfang an war von der DEW zugesagt, über das Vorhaben umfangreich zu informieren. Für Freitag vergangener Woche hatte der potentielle Betreiber zu einer öffentlichen Info-Veranstaltung in die Graben-Neudorfer Pestalozzi-Halle eingeladen. Pandemiebedingt war eine Voranmeldung notwendig, 120 Besucher hatten sich angekündigt.

Von besonderer Bedeutung sei der Untergrund. Die dortigen Brüche im Buntsandstein seien bestens geeignet, im Gegensatz zu harten Granitstrukturen, die bei anderen, teilweise negativ verlaufenen Projekten angebohrt wurden, gab Ulrich Lotz einen Einblick in die geologischen Strukturen. Dies sei bedeutsam zur Beurteilung seismischer Aktivitäten, über die Stefan Baisch berichtete. Das vorgesehene Überwachungsnetzwerk registriert kleinste Erschütterungen und reagiert bereits bei Ereignissen, die weit unter den zulässigen Grenzwerten liegen. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)