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SO2-Wolke, die am 27.11.17 vom Agung auf Bali emittiert wurde, gemessen von Tropomi an Bord von Sentinel-5P. Bild: DLR/ESA

Gestochen scharfe Atmosphärenbilder

Im DLR-Fernerkundungszentrum Oberpfaffenhofen sind die ersten Bilder des neuen europäischen Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-5P vorgestellt worden. Der Satellit umkreist die Erde seit dem 13. Oktober auf einem niedrigen Orbit in 824 Kilometern Höhe. Die Daten sollen unter anderem über das Copernicus-Atmosphärenmonitoring-System CAMS zeitnahe Informationen über die Luftqualität in Europa  und der Welt liefern.

Tief Jürgen brachte am ersten Novemberwochenende den ersten kräftigen Wintereinbruch dieses Jahres. Der Alpenraum versank im Schnee, im Nordwesten gab es das sprichwörtliche Novembergrau: Tiefhängende Wolken und ein eisiges Gemisch aus feuchtem Nebel und Nieselregen. Am Dienstag darauf war Jürgen schon weitergezogen, eine Hochdruckbrücke über der Nordsee schirmte den Kontinent von der Wetterküche Nordatlantik ab und ließ an der Nordsee die Sonne wieder hervorkommen. Diese Gelegenheit nützte Europas jüngster Erdbeobachtungssatellit Sentinel-5P zu einem Schnappschuss der südlichen Nordseeküste. 

Sichtlich stolz präsentierten ihn Pepijn Veefkind vom Niederländischen Meteorologischen Institut (KNMI) und Diego Loyola vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf einer Presseveranstaltung in Oberpfaffenhofen, die so etwas wie den offiziellen Arbeitsbeginn des jüngsten Mitglieds der Sentinel-Satellitenflotte markierte. Zu sehen war ein grob gepixeltes Atmosphärenband über den Benelux-Ländern, den angrenzenden Teilen Deutschlands und Frankreichs und der Nordsee. Über der Deutschen Bucht und über Nordfrankreich war es blau, über den Niederlanden jedoch gelb mit etlichen orangefarbenen Flächen und vier tiefroten Flecken darin. Das Bild präsentierte einen Ausschnitt aus dem Lichtspektrum, in dem man die Konzentration von Stickstoffdioxid in der Atmosphäre erkennen kann. "Das Rote sind NO2-Fahnen aus den Ballungszentren Belgiens und der Niederlande und aus dem Ruhrgebiet", erklärte Veefkind. Zusammen mit anderen Stickoxiden bereitet die Verbindung derzeit zahlreichen deutschen Großstädten Probleme, weil die innerstädtische Belastung alle EU-Grenzwerte sprengt. Mehr erfahren...

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