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Der Klinaklini-Gletscher ist einer der größten Gletscher Kanadas – und auch er schrumpft immer schneller.© Brian Menounos

Gletscherschwund beschleunigt sich weltweit

Bisher genaueste Bilanz bestätigt rasanten Eisverlust von Gebirgs- und Arktisgletschern

Die Gletscher der Gebirge und Arktis schrumpfen schneller denn je. Das bestätigt die bisher umfassendste Bilanz aller rund 220.000 Gletscher weltweit. Demnach verlieren sie inzwischen 298 Milliarden Tonnen Eis pro Jahr. Insgesamt haben die Gletscher in den letzten 20 Jahren damit so viel Eis verloren wie die Eisschilde Grönlands und der Antarktis zusammen. Am stärksten betroffen sind die Gletscher der Alpen, Alaskas und Islands, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

Das Problem ist nicht neu: Schon seit Jahren präsentieren Wissenschaftler immer alarmierendere Zahlen zum Gletscherrückgang in den Gebirgen und Polarregionen der Erde. Die Eisschmelze erreicht immer neue Rekordwerte und könnte in Teilen der Westantarktis, Grönlands und des Himalaya bereits irreversibel sein. Während jedoch der Eisverlust in Grönland und der Antarktis gut erfasst und überwacht ist, gibt es für die vielen Gebirgsgletscher weltweit noch große Unsicherheiten.

Bisher genaueste Bestandsaufnahme

Jetzt gibt es genauere Daten: Ein Team um Romain Hugonnet von der Universität Toulouse hat die bisher genaueste und umfassendste Bestandsaufnahme aller weltweit rund 220.000 Gletscher erstellt – und ihre Eisentwicklung der letzten 20 Jahre gemessen. Möglich wurde dies durch Daten des NASA-Satelliten Terra, der seit 1999 alle 100 Minuten einmal die Erde umkreist und dabei Stereoaufnahmen der Oberfläche macht.

Auf Basis dieser Daten hat das Forscherteam von allen Gletschern weltweit zeitlich und räumlich hochaufgelöste digitale Höhenmodelle erstellt. Dadurch können sie nachverfolgen, wie sich die Eisdicke und -masse in den letzten 20 Jahren verändert hat. Diese Untersuchung ist die erste, die alle Gletscher der Welt mit Ausnahme der Eisschilde Grönlands und der Antarktis umfasst. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)