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Grenze zu Indien. Der Damm ist zur Bewässerung und Überflutungsschutz für Indien errichtet worden. Foto: Christoff Andermann, GFZ

Grundwasserveränderungen genauer verfolgen

Forschende aus Potsdam und den USA kombinieren Messmethoden

Eine neue Methode könnte helfen, Grundwasserveränderungen besser als bisher nachzuverfolgen. Forschende aus Potsdam und den USA haben dafür Schwerefelddaten der Satellitenmission GRACE und GRACE-Follow On mit anderen Messverfahren verglichen. Sie untersuchten damit die saisonale Wasserspeicherung in nahezu 250 Flusseinzugsgebieten in Asien, deren Wasserregime vom Monsungeschehen dominiert wird. Mit den Ergebnissen lassen sich die großräumigen GRACE-Daten auch auf kleinere Regionen herunterskalieren. Die Forschenden berichten darüber in der Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters.

Für die Landwirtschaft ebenso wie für die Trinkwasserversorgung in vielen Regionen ist das Wissen um die unterirdische Wasserspeicherung von existenzieller Bedeutung. Diese Speicher werden von Niederschlägen und versickernden Gewässern aufgefüllt und speisen ihrerseits Flüsse und Seen und lassen in trockenen Jahreszeiten Flüsse fließen. Messungen allerdings gestalten sich schwierig, weil man nur schwer in die Erde schauen und entweder nur Punktwerte – über Bohrlöcher und Brunnen – ermitteln kann oder auf Berechnungen aus Niederschlags- und Abflussdaten angewiesen ist.

Seit 2002 gibt es eine weitere Methode, Grundwasserveränderungen zu messen: Über die Satellitenmissionen GRACE (von 2002 bis 2017) und GRACE-Follow On (seit 2018) kann die Änderung der Wassermenge in und auf der Erde anhand seines Schwerefeldsignals ermittelt werden. Doch auch dieses Verfahren hat seine Tücken. Erstens sagt die Massenveränderung, die die GRACE-FO-Satelliten messen, nichts über das „Stockwerk“ aus, in dem sich die Masse befindet: Entleeren sich Seen an der Oberfläche? Sinkt der Pegel von Flüssen? Oder fließt aus tieferen Schichten Wasser ab? Zweitens liefern die GRACE-FO-Satelliten Daten für vergleichsweise große Flächen von mehreren zehntausend Quadratkilometern. Genauer lassen sich die Schwerefelddaten derzeit nicht auflösen.

In einer neuen Studie zeigen Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums und eine Kollegin aus den USA, wie sich unterschiedliche Verfahren geschickt kombinieren lassen, um auch für kleine Flusseinzugsgebiete zuverlässige Grundwasserdaten zu erhalten. Sie haben dazu Monsun-Niederschlags-Daten und den saisonalen Wasserspeicher in nahezu 250 Flusseinzugsgebieten in Asien untersucht. Die Größe der einzelnen Gebiete variiert von eintausend bis zu einer Million Quadratkilometern. Die Studie deckt nahezu ganz Asien ab. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

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