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Mikro-CT-Rekonstruktion eines Mysteriomorphus pelevini © D. Peris & R. Kundrata et al. / Scientific Reports

Käfer aus der Kreidezeit rekonstruiert

Forscherteam unter Leitung der Universität Bonn erhält neue Einblicke in die Evolution fossiler Käfer

In einer Bernsteinlagerstätte in Myanmar fanden Forscher vor etwa einem Jahr fossile Exemplare von Käfern und beschrieben dadurch eine neue Käferfamilie, die vor etwa 99 Millionen Jahren lebte. Allerdings konnten die Wissenschaftler die Gestalt der Insekten in der Bernsteinprobe nicht vollständig beschreiben –in der Folge erhielten die Käfer den geheimnisvollen Namen Mysteriomorphidae. Ein internationales Forscherteam unter Federführung der Universität Bonn und der Palacky University (Tschechien) hat nun vier neu gefundene Exemplare der Mysteriomorphidae mithilfe der Computertomographie untersucht und weitestgehend rekonstruieren können. Die Ergebnisse lassen Rückschlüsse auf die Evolution der Arten während der Kreidezeit zu. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Scientific Reports“ erschienen.

Kleine Lebewesen, die in Bernstein eingeschlossen sind, können Wissenschaftlern wichtige Informationen über Zeiten liefern, die teilweise viele Millionen von Jahren zurückliegen. Im Januar 2019 sammelte der spanische Paläontologe Dr. David Peris, einer der beiden Hauptautoren der Studie, bei einer wissenschaftlichen Reise nach China mehrere Bernsteinproben aus dem nördlichen Staat Kachin in Myanmar – und fand in ihnen Käferexemplare aus derselben Gruppe wie die Mysteriomorphidae.

Einige der neu gefundenen Exemplare wiesen einen sehr guten Erhaltungszustand auf – eine gute Voraussetzung für David Peris und seine Kollegen, um eine virtuelle Rekonstruktion eines der Käfer mithilfe der Computertomographie (CT-Scan) durchzuführen. Die in der Paläontologie verwendete Technik bietet Forschern die Möglichkeit, viele kleine Merkmale der Fossilien zu untersuchen, sogar innere Strukturen wie Genitalien, sofern sie erhalten sind.

Während David Peris und seine Kollegen mit dem Studium und der Beschreibung der Morphologie, also der äußeren Gestalt der Käfer begannen, beschrieb auch eine andere Forschergruppe die neue Familie der Mysteriomorphidae anhand weiterer Exemplare. Diese stammten ebenfalls aus der Bernsteinlagerstätte in Myanmar. „Die erste Studie ließ jedoch noch Fragen zur Klassifizierung der Fossilien offen. Wir nutzten die Gelegenheit, um diesen Fragen mit neuen Technologien nachzugehen", erklärt David Peris, der seit zwei Jahren am Institut für Geowissenschaften und Meteorologie der Universität Bonn forscht. Mehr erfahren...

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