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Klimawandel: „Es macht einen erheblichen Unterschied, ob wir bei 2°C oder 1,5°C landen“

Die Grenzen der Anpassung: Der LMU-Klimaforscher Matthias Garschagen spricht im Interview über eine neue Studie zu den globalen Risiken des Klimawandels.

In seinem derzeitigen sechsten Berichtszyklus hat der Weltklimarat (IPCC) bereits drei Sonderberichte veröffentlicht, die sich mit zahlreichen Klimarisiken für Ökosysteme und den Menschen auseinandersetzen. Ein Wissenschaftlerteam, an dem auch Matthias Garschagen beteiligt war, Professor am Department Geographie der LMU und ein Kernautor des im nächsten Jahr erwarteten sechsten Syntheseberichts des IPCC, hat nun ein einheitliches Bewertungssystem entwickelt, um diese Risiken übergreifend zu verstehen. Im Interview spricht er über die Ergebnisse der im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlichten Studie.

Sie haben die drei jüngsten Sonderberichte des Weltklimarates in einem innovativen Ansatz integriert, um globale Risiken des Klimawandels zu beschreiben. Was war für Sie das wesentliche Ziel der Studie?

Matthias Garschagen: Wir wollten in einem vergleichbaren Rahmen zusammenführen, was die drei Sonderberichte an Einzelinformationen bieten, und einen globalen Überblick geben, wo wir bezüglich der Klimarisiken stehen. Die Berichte decken wichtige Felder ab: In einem geht es um den Vergleich der Effekte einer Erwärmung um 1,5°C versus 2°C, der zweite beschäftigt sich mit Landoberflächen und der dritte mit Ozeanen und der Kryosphäre, also der von Eis und Schnee bedeckten Oberfläche. Im Hinblick auf das Pariser Abkommen und unsere Klimaziele ist es entscheidend, nicht nur einzelne Regionen oder Sektoren zu betrachten. Wir müssen auch verstehen, wohin wir als Weltgemeinschaft insgesamt steuern. Die globale Perspektive ist daher sehr wichtig, und eine Synthese wie in unserer Studie, in der wir mehr als 40 Risikotypen bei verschiedenen Klima- und Anpassungsszenarien betrachtet haben, hat es so bisher noch nicht gegeben. Mehr erfahren...

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