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Am 29. März 2020 war das Ozon in 20 Kilometer Höhe über der Arktis fast vollständig verschwunden. © Alfred-Wegener-Institut

Klimawandel: Ozonloch über dem Nordpol wird häufiger

Treibhausgase und Erwärmung fördern ozonabbauende Bedingungen über der Arktis

Es erscheint paradox: Obwohl ozonabbauende Substanzen längst verboten sind, könnte es ein Ozonloch über dem Nordpolargebiet künftig häufiger geben – mit Folgen auch für Mitteleuropa. Der Grund: Der Klimawandel begünstigt Bedingungen, die einen drastischen Ozonschwund verursachen. Dieser Trend droht die Erholung der Ozonschicht durch das Verbot von FCKW und Co zu überholen, wenn der Klimaschutz nicht bald greift, berichten Forscher im Fachmagazin „Nature Communications“.

201120162020: Schon mehrfach in den letzten Jahren ist es über der Arktis zu einem drastischen Ozonschwund gekommen. Im Frühjahr 2020 waren in der dichtesten Zone der Ozonschicht sogar 95 Prozent des Ozons zerstört – so viel wie nie zuvor auf der Nordhalbkugel. Ursache dafür ist eine extreme Abkühlung der Stratosphäre, durch die sich polare Stratosphärenwolken bilden. In ihnen reagieren Chlor und Brom unter Lichteinfluss mit Ozon und zersetzen es in einer Kettenreaktion zu normalem zweiatomigen Sauerstoff.

Normale Schwankungen oder bedenklicher Trend?

Doch sind solche arktischen Ozonlöcher nur die Ausnahme – eine Folge natürlicher Klimaschwankungen? Oder steckt mehr dahinter? Das haben Peter von der Gathen vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) und seine Kollegen jetzt mithilfe von 53 aktuellen Klimamodellen überprüft. Dafür fütterten sie die Simulationen mit Daten zur Klimaentwicklung von 1950 bis 2100, sowie mit der gemessenen und prognostizierten Abnahme ozonzerstörender Substanzen in der Atmosphäre. Mehr erfahren...

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