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LBEG-Bodenkundlerin Dr. Inga Preiß-Daimler bei einer Probenahme im Juni in Bremen in den Borgfelder Wümme-wiesen mit einer neugierigen Kuh im Hintergrund. Quelle: LBEG

Kohlenstoffreiche Böden in Niedersachsen und Bremen: LBEG untersucht Zustand von Moorböden

Wie sind die Moorböden in Niedersachsen und Bremen aufgebaut? Welche Eigenschaften besitzen die Kohlendioxid-Senken und in welchem Zustand befinden sie sich? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigt sich ein Team des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) seit diesem Sommer bis zum Jahr 2023. Im September und Oktober werden Moore in Bremen, an der Weser und der Lüneburger Heide untersucht. Insgesamt sind in den nächsten Jahren einige tausend Untersuchungspunkte geplant.

Niedersachsen ist im bundesweiten Vergleich mit circa 450.000 Hektar (4.500 km2) das mit weitem Abstand moorreichste Bundesland. Bis ins 17. Jahrhundert waren große Teile im nordwestdeutschen Flachland von Hoch- und Niedermooren bedeckt. Ab diesem Zeitpunkt wurden die Moore zunehmend entwässert. So begann in den Hochmooren der Abbau von Brenntorf und die Moore wurden für die Landwirtschaft kultiviert. Auch heute noch wird in den Mooren für verschiedene Zwecke Torf abgebaut und sie werden landwirtschaftlich genutzt. Demgegenüber tragen die entwässerten Moore zum Klimawandel bei.

Moore entstehen, wenn bei Wasserüberschuss die organische Substanz von absterbenden, torfbildenden Pflanzen im Boden angereichert werden. Nach der für die landwirtschaftliche Bearbeitung notwendigen Entwässerung verändert sich die Struktur der Moore. Die entwässerten Moore werden zu einer Kohlenstoffquelle und setzen dabei das Treibhausgas CO2 frei.
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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)