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Der Kilauea während einer aktiven Phase der Eruption im Sommer 2018. Bild: Science/Karin Bjorkman, U Hawaii

Lava fördert Stickstoff zutage

Beim jüngsten Ausbruch des Kilauea auf Hawaii wurden 700 Häuser zerstört und die Kapoha-Bucht lief komplett mit Lava voll. Die Lava, die ins Meer floss, führte auch zu einer starken Algenblüte, die als schmales Band im Zentralpazifik sogar vom Weltraum aus zu sehen war. Forschende der Universität von Hawaii nutzten das Naturschauspiel, um die Ozeandüngung durch Vulkane genauer zu untersuchen. In "Science" haben sie darüber berichtet.

Der Kilauea auf Hawaiis Hauptinsel ist der aktivste Vulkan der Welt, doch die Eruption vom Sommer 2018 war selbst für ihn ungewöhnlich. Von Mai bis September quoll nahezu ununterbrochen Lava aus den Spalten der zum Ozean liegenden Ostflanke, verschlang Straßen und Häuser und verdampfte den größten Süßwassersee der Insel im Pu'u-Kapoho-Krater, bevor sie ins Meer floss.

Dort aber löste die Lava eine gewaltige Algenblüte aus, die bereits drei Tage, nachdem sie den Ozean erreicht hatte, vom Satelliten aus zu sehen war. Auf dem Höhepunkt des Ausbruchs zog sich ein fast 500 Kilometer langes Band mit hoher Algendichte von der Südostküste Hawaiis in den Zentralpazifik, obwohl dort das Wasser normalerweise sehr nährstoffarm ist. Mitte August brach die Blüte zusammen, als nämlich die Lava aus dem Ost Rift des Kilauea nicht mehr den Ozean erreichte.

Natürliches Ozeandüngungs-Experiment

"Wir hatten die einzigartige Gelegenheit, aus nächster Nähe zu beobachten, wie die unerwartete Zufuhr von Nährstoffen ein Ökosystem verändert, das an Nährstoffmangel gewöhnt ist", so Sam Wilson, Forscher am Institut für Ozeanographie der Universität von Hawaii. Wilson und seine Kollegen fuhren mehrmals mit dem Forschungsschiff der Universität direkt in die "Algenwolke" hinein und untersuchten ihn in seinen unterschiedlichen Stadien. Mehr erfahren...

 

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