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Das japanische Tiefseebohrschiff Chikyu. Bild: IODP/Jamstec

Leben an der Grenze

2016 fuhr das japanische Bohrschiff Chikyu in den Nankai-Trog vor Südjapan, wo die Philippinische Platte unter der Eurasischen Kontinentalplatte absinkt. Ziel der vom Internationalen Meerestiefbohrprogramm IODP finanzierten Fahrt war die Untergrenze der Biosphäre zu erbohren. Das geht dort sehr gut, weil sie sich nur in rund 1200 Metern unter dem Meeresboden befindet. Auf dem Tiefbohrkolloquium der Deutschen Forschungsgemeinschaft berichteten Geomikrobiologen aus Potsdam über die ersten Lebenszeichen aus 1200 Meter tiefen, bis zu 120 Grad Celsius heißen Sedimenten.

120 Kilometer südlich von Kap Muroto, der südlichsten Spitze der südjapanischen Insel Shikoku, reicht die Biosphäre, also die belebte Zone der Erde, genau 1180 Meter in die Erdkruste hinein. So tief bohrte das japanische Bohrschiff Chikyu im Herbst 2016 in den Untergrund des dort knapp 4800 Meter tiefen Nankai-Troges. Ziel der Expedition 370 im Rahmen des Internationalen Meerestiefbohrprogramms IODP war die Grenze des Lebens zu erreichen, und das scheint dem internationalen Bohrteam unter deutsch-japanischer Leitung auch gelungen zu sein. „Wir konnten sehen, dass es mikrobielle Aktivität bis ganz nach unten, bis in die tiefsten Tiefen, die wir erbohrt haben, gibt“, erklärte Jens Kallmeyer, Wissenschaftler in der Sektion Geomikrobiologie am Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam (GFZ). Mehr erfahren...

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