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Bild: GEOMAR/Jan Lieser, ACE CRC

Loch im Eis

In den antarktischen Wintern Mitte der 70er Jahre klaffte mitten im dicken Packeis der Lazarev-See ein gewaltiges Loch. Berechnungen ergaben, dass sich dort ein eisfreies Gebiet von der Größe der britischen Inseln gebildet hatte. Diese Weddell-Polynja faszinierte viele Polarforscher, weil so wenig über sie bekannt war, und sie sich erst rund 40 Jahre später in den Jahren 2016 und 2017 wieder zeigte. Auf der Jahrestagung der Europäischen Geowissenschaftlichen Union wurden Erklärungen für das Phänomen präsentiert.

Erst die Mikrowellendaten des neuen meteorologischen Versuchssatellit Nimbus-5, den die NASA 1972 in die Umlaufbahn geschossen hatte, zeigten das klaffende Loch im Eis. Das ESMR-Instrument an Bord protokollierte die Eisbedeckung an den Polen und wies erstmals im antarktischen Winter 1973/74 eine bescheidene Lücke im Eis nach, die sich auch relativ schnell wieder schloss. Im folgenden Winter war das Loch jedoch auf die gewaltige Fläche von 250.000 Quadratkilometer – mehr als die Fläche Großbritanniens – gewachsen, und es schloss sich nicht mehr, solange Packeis das Weddellmeer und die Lazarev-See bedeckte. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

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