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Macht der Vesuv eine längere Siesta?

Letztmals heftig ausgebrochen ist der Vesuv bei Neapel gegen Ende des zweiten Weltkriegs 1944. Und es könnte auch ein paar hundert Jahre dauern, bis wieder eine gefährliche, explosive Eruption erfolgen könnte. Darauf deutet eine neue Studie von Vulkanfachleuten der ETH Zürich.
Von:  Peter Rüegg  | 

Der Vesuv ist einer der gefährlichsten Vulkane Europas. Mehr als drei Millionen Menschen wohnen in seiner unmittelbaren Nähe, und in historischer und prähistorischer Zeit kam es zu explosiven Ausbrüchen, welche ganze Siedlungen und Städte der Umgebung zerstörten.

Die drängende Frage deshalb ist: Wann bricht der Vesuv wieder aus und wie stark könnte die Eruption sein?

Eine Forschungsgruppe der ETH Zürich hat deshalb in Zusammenarbeit mit Forschenden aus Italien die vier grössten Ausbrüche des Vesuvs in den letzten 10'000 Jahren unter die Lupe genommen, um besser abschätzen zu können, ob sich in absehbarer Zeit ein gefährliches Ereignis anbahnen könnte.

Zu den vier untersuchten Eruptionen zählen die Avellino-?Eruption von vor 3950 Jahren, die als mögliches «worst-?case-scenario» für zukünftige Ausbrüche gilt, und die Eruption von 79 n. Chr., welche die römischen Städte Pompeji und Herculaneum unter sich begrub. Letztere wurde durch den römischen Schriftsteller Plinius dem Jüngeren dokumentiert, daher werden diese Ausbrüche als Plinianische Eruptionen bezeichnet. Weiter untersuchten die Vulkanologen die Mercato-?Eruption, die sich vor 8890 Jahren ereignete, und die Pollena-?Eruption von 472 n.Chr. Diese ist der kleinste der untersuchten Ausbrüche, aber immer noch ähnlich gross wie die jüngste Tonga-?Eruption. Mehr erfahren...

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