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Die Agentur für Erneuerbare Energien zeichnet seit 2008 jeden Monat eine „Energie-Kommune des Monats“ aus. Im Juli 2021 erhält Mannheim diese Auszeichnung. Foto: Unsplash/ Recorder Ma

Mannheim wird Energie-Kommune des Monats

Als Stadt mit dem größten Steinkohlekraftwerk Deutschlands ist die Dekarbonisierung der Fernwärme Mannheims Kernaufgabe zur Erreichung der geplanten Klimaneutralität bis 2050. Die Nutzung von Geothermie wird dabei als große Chance angesehen.

Aus diesem Grund hat das Energieversorgungsunternehmen MVV Energie in Abstimmung mit der Stadt beim Wuppertal Institut eine Energierahmenstudie in Auftrag gegeben. In ihr wird untersucht, wie die Fernwärmenachfrage in Mannheim bis 2050 vollständig mit grüner Fernwärme gedeckt werden kann.

Im Bundesdurchschnitt liegt der Anschluss an Fernwärme bei knapp 14 Prozent. In Mannheim liegt der Anteil bei 60 Prozent. Die Tragweite der Dekarbonisierung der Fernwärme Mannheims wird hier besonders deutlich. Mit rund 600 Kilometern ist das von MVV Energie betriebene Fernwärmenetz eines der größten in Europa.  Das Netz versorgt in Mannheim und der umliegenden Region 165.000 Haushalte mit 2,2 – 2,9 Terawattstunden (TWh) pro Jahr.

Dekarbonisierung eines der größten Fernwärmenetze Europas

In der Energierahmenstudie wurden die wichtigsten erneuerbaren Energieträger zur Dekarbonisierung des Fernwärmenetzes festgelegt. Tiefengeothermie spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Auch thermische Abfallbehandlung, Biomasse, Flusswärmepumpen und industrielle Abwärme sollen zum Einsatz kommen. 

Wie der Bundesverband Geothermie berichtete, werden die Potenziale der Energieerzeugung durch Geothermie derzeitig durch eine Kooperation von MVV Energie und EnBW geprüft. Geschätzt wird eine mögliche Leistung zwischen 20 und 100 Megawatt. Die Lage Mannheims am Oberrheingraben bietet durch ideale Voraussetzungen für hydrothermale Geothermie einen klaren Standortvorteil. 

Wärmewende durch ergänzende Maßnahmen focieren

Ebenso wie die Umstellung auf grüne Fernwärme ist auch die energetische Sanierung und die Nutzung von oberflächennahen Wärmepumpen in den Gebieten ohne Fernwärme von großer Bedeutung. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)