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Erste Tests wurden auf der DBU-Naturerbe-fläche Stegskopf gemacht: ASDRO-Gründer Julian Wessel spürt mit der Drohne militärische Altlasten im Gelände auf und vermisst das Gebiet. Bild: DBU

Mit Drohnen Altlasten aufspüren

Drohnen könnten zukünftig zum Einsatz kommen, um Altlasten wie Kampfmittel auf Flächen des Nationalen Naturerbes präzise aufzuspüren und gleichzeitig das Gebiet zu vermessen.

"Wir finden mit unserer drohnengestützten Methode nicht nur metallische Gegenstände im Gelände, sondern vermessen das Gebiet auch schneller und kostengünstiger als es herkömmliche Verfahren bisher leisten können", sagt Julian Wessel, Unternehmens-Gründer und Geschäftsführer der Firma ASDRO (Oberhausen). Das Startup wurde aus der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster heraus gegründet. Innerhalb eines von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell geförderten Vorhabens soll die Technologie weiterentwickelt werden. Ziel sei es, die Windanfälligkeit der Drohne zu verringern und die Lage der aufgespürten Metallobjekte im Boden exakter zu erfassen. Außerdem soll ein Radarverfahren entwickelt werden, das Grundwasserspiegel sowie Leitungen und Hohlräume untersuchen kann.

Zivile und militärische Flächen mit Altlastverdacht
In Deutschland gibt es laut bundesweiter Übersicht zur Altlastenstatistik mehr als 260.000 Flächen, wo unter anderem auch eisenhaltige Altlasten im Boden vermutet werden. Zu diesen zivilen Altlasten kommen militärische hinzu, die auf den insgesamt etwa 500.000 Hektar ehemals militärisch genutzten Flächen im Boden lagern können – Patronenhülsen, Munitionsrückstände, aber auch scharfe Granaten und Bomben. Das betrifft auch DBU-Naturerbeflächen, auf denen das Verfahren getestet werden soll. Josef Feldmann, DBU-Abteilungsleiter Stab und Prokurist bei der gemeinnützigen Tochtergesellschaft DBU Naturerbe: „Das Erfassen, Bewerten, Sichern und Sanieren ist eine langfristige und mit erheblichen Kosten verbundene Aufgabe, der wir uns als Flächenbesitzer stellen müssen. In naturschutzfachlicher Hinsicht sind die Flächen nur schwer zu pflegen, wenn nicht bekannt ist, welche gefährlichen Altlasten im Boden lagern.“ Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)