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Die natürlichen Vorräte an sauberem Wasser erschöpfen sich schneller als sie erneuert werden. Bild: Pixabay/Pexels

Nachhaltiges Wassermanagement als Schlüssel zur Anpassung an Klimarisiken

Klimakrise bedeutet Wasserkrise – denn an der Verfügbarkeit von Wasser sind die Folgen des Klimawandels am deutlichsten spürbar, beispielsweise durch zu wenig oder verschmutztes Wasser. Auch die globale Ernährungs- und Energiesicherheit ist eng mit der Wasserversorgung verknüpft. Wissenschaftler und Praktiker der BMBF-Fördermaßnahme "Globale Ressource Wasser" appellieren daher an die Politik zum gestrigen Weltwassertag: Nachhaltiges Wassermanagement muss stärker in den Fokus der Klimaanpassung rücken.

Zwei Drittel der Weltbevölkerung leiden schon heute mindestens einen Monat im Jahr unter schwerer Wasserknappheit – Tendenz steigend. Die natürlichen Vorräte an sauberem Wasser erschöpfen sich schneller als sie erneuert werden. Die Übernutzung der globalen Wasserressourcen führt zu Interessenskonflikten. Bevölkerungswachstum und Klimawandel können die Wasserkrise noch verstärken. Zudem sind in Zeiten des weltweiten Handels lokale und regionale Wasserressourcen und Wassersysteme global vernetzt: Zu den Bedürfnissen der Menschen bei uns kommen die Bedürfnisse der Menschen am anderen Ende der Welt.

Ein Beispiel: Kupfer wird für die Produktion von Solaranlagen genutzt. Der Abbau von Kupfer erfordert große Wassermengen. Wird für eine Solaranlage Kupfer importiert, hat dies einen Einfluss auf die Wasserressourcen im Exportland. So kann die Energieproduktion in einem Land den Wasserstress in einem anderen Land erhöhen und es notwendig machen, auf die lokalen Folgen für Umwelt und Gesellschaft zu achten.

90 Institutionen, 12 Projekte: Die Fördermaßnahme "Globale Ressource Wasser"

Solche global-lokalen Zusammenhänge werden seit 2017 in der Fördermaßnahme GRoW des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) untersucht. GRoW denkt die Wechselwirkungen zwischen Wasser, Energie, Ernährung und Klima zusammen. So kann GRoW dazu beitragen, die Klimakrise durch die Bewältigung der Wasserkrise einzudämmen. Die Forschungs- und Praxisteams von GRoW liefern dringend benötigtes Fachwissen zur Verfügbarkeit und zum Zustand der weltweiten Wasserressourcen. Zudem entwickeln sie Lösungen für ein klimaresilientes Wasserressourcenmanagement vor Ort. Mehr als 90 Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis sind in 12 Verbundprojekten beteiligt. GRoW ist eine der größten Fördermaßnahmen weltweit zu diesem Thema. Ergebnisse der Fördermaßnahme werden – abhängig von den aktuellen Entwicklungen – Ende Juni auf einer Abschlusskonferenz in Berlin vorgestellt. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)