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Na­ture-Ar­ti­kel – Wie wirkt sich ein Rück­gang bei der Öl­nach­fra­ge auf den CO2-Aus­stoß aus?

  • Nature-Artikel untersucht Zusammenhang zwischen Rückgang der Ölnachfrage und Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen.
  • Annahme des internationalen Forschungsteams: Ein Nachfrage-Schock verdrängt als erstes "schmutzige" Ölquellen mit hohem Förderaufwand. Deshalb sinkt der CO2-Ausstoß zunächst überproportional.
  • Studie beruht auf einem sehr umfangreichen Datensatz der globalen Produktion.
  • Annahme konnte erstmals mit Hilfe eines eigens entwickelten Computermodells bestätigt werden.
  • Schwerpunkte: Energie, Energiesystemanalyse, Klimawandel

Gemeinsam mit Forschenden aus den USA hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersucht, wie sich ein Rückgang bei der Erdölnachfrage auf den Ausstoß von CO2 auswirkt. Im Fokus standen sogenannte Nachfrage-Schocks. Darunter versteht man deutliche Rückgänge bei der weltweiten Nachfrage für eine längere Zeit, zum Beispiel aufgrund von Wirtschaftskrisen oder Pandemien. In solch einer Situation werden teurere Anbieter vom Markt gedrängt. „Unsere Hypothese war, dass dies zunächst besonders die sogenannten marginalen Ölquellen betrifft. Denn bei diesen eher „schmutzigen“ Quellen sind der Förderaufwand – zum Beispiel durch Fracking – und der Emissionsausstoß besonders hoch. Deshalb führt ein Nachfrage-Schock zunächst zu einer überproportionalen Minderung des CO2-Ausstoßes“, fasst Dr. Patrick Jochem zusammen. Er leitet am DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme die Abteilung Energiesystemanalyse. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

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