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Neuer BGR-Bericht zur Rohstoffsituation in Deutschland: Heimische Förderung betrug 2018 rund 608 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe

Ist die Rohstoffversorgung für den Industriestandort Deutschland gesichert? Wie viel Rohstoffe produzieren wir im eigenen Land und was muss importiert werden? Welchen Anteil steuert das Recycling zur Deckung des heimischen Rohstoffbedarfs bei? Zur Beantwortung dieser und anderer wichtiger Fragen stellt der neue Rohstoffsituationsbericht der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) die entsprechenden Daten und Fakten auf Basis des Jahres 2018 zur Verfügung.

Im Jahr 2018 wurden in Deutschland rund 608 Millionen Tonnen mineralische Rohstoffe, insbesondere Steine und Erden (insbesondere Sand, Kies, gebrochene Natursteine) sowie vor allem die Industrieminerale Kali- und Steinsalz, Quarzsand und -kies gefördert. „Diese heimischen Rohstoffe sind eine wichtige Grundlage für den Ausbau der erneuerbaren Energien, den Erhalt und Ausbau unserer Infrastruktur und die Bauindustrie sowie für die chemische Industrie, die Papier-, Glas- und Gussindustrie“, erläutert Dr. Volker Steinbach, Leiter der Abteilung „Energierohstoffe, Mineralische Rohstoffe“ in der BGR.

Die Produktion heimischer Energierohstoffe belief sich auf rund 171 Millionen Tonnen Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie rund 6,9 Milliarden Kubikmeter Erdgas und Erdölgas. Zudem wurden 4,9 Millionen Kubikmeter Torf gewonnen. Der Wert der heimischen Rohstoffproduktion lag bei insgesamt 12,4 Milliarden Euro und damit um 1,5 Prozent über dem Vorjahresniveau (12,3 Milliarden Euro).

Deutschland bleibt weiterhin bei vielen Rohstoffen stark von Importen abhängig. Der größte Teil der Importe entfiel mit einem Anteil von rund 54 Prozent auf die Energierohstoffe. Metallrohstoffe machten 44 Prozent der Einfuhren aus, der Rest waren Nichtmetalle. Die Gesamtmenge der Importe lag 2018 bei etwa 410 Millionen Tonnen und damit leicht über dem Vorjahreswert (407 Millionen Tonnen). Während die Gesamtimportmenge damit zum vierten Mal in Folge unverändert leicht oberhalb der 400 Millionenmarke liegt, stiegen die Ausgaben für die importierten Rohstoffe im Jahr 2018 mit einem Plus von 14 Prozent auf 181,5 Milliarden Euro zum zweiten Mal in Folge deutlich an.

Bei der Rohstoffversorgung gewinnt das Recycling eine zunehmend wichtigere Bedeutung. In der deutschen Raffinade- und Rohstahlproduktion stammten im Berichtsjahr etwa 59 Prozent des Aluminiums, 41 Prozent des Kupfers sowie rund 44 Prozent des Rohstahls aus sekundären Rohstoffen. Eine wichtige Quelle für diese Sekundärrohstoffe bilden vor allem die Zukäufe von Schrotten und Abfällen aus der Europäischen Union. Insbesondere durch das Recycling von Metallrohstoffen konnte die deutsche Importabhängigkeit für diese Rohstoffe deutlich reduziert werden.

Der seit 1980 jährlich erscheinende Bericht zur Rohstoffsituation ist eine Gesamtdarstellung der Situation der nichterneuerbaren Rohstoffe für Deutschland. Mit dem Bericht informiert die BGR die Bundesregierung, die deutsche Wirtschaft und die Öffentlichkeit über aktuelle Entwicklungen zur Rohstoffproduktion im eigenen Land, zum deutschen Außenhandel, zur Entwicklung der Rohstoffpreise sowie zum Rohstoffverbrauch mit Blick auf die Versorgungssituation Deutschlands mit mineralischen Rohstoffen und Energierohstoffen. Zudem wird auch die Entwicklung auf den internationalen Rohstoffmärkten dargestellt und bewertet. Datengrundlage für die Studien sind die bei Veröffentlichung verfügbaren Zahlen und Fakten des jeweiligen Vorjahres.
Link zur Studie:
https://www.bgr.bund.de/DE/Themen/Min_rohstoffe/Downloads/rohsit-2018.html

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