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Neuer IPCC Klimazustandsbericht: Erderwärmung beschleunigt sich weiter

Extremereignisse nehmen zu – 1.5-Grad Ziel noch erreichbar

Der heute vorgelegte Bericht der Arbeitsgruppe 1 (Naturwissenschaftliche Grundlagen) zum 6. Sachstandsbericht des Weltklimarates (IPCC für Intergovernmental Panel on Climate Change) zeigt deutlich, wie rasch sich die Erde durch die Treibhausgasemissionen erwärmt und mit welchen Auswirkungen in Zukunft gerechnet werden muss. Insbesondere Extremereignisse wie Dürren, Hitzewellen und Extremniederschläge werden in vielen Regionen zunehmen. Nur mit Hilfe von drastischen Reduktionen der Treibhausgasemissionen kann die Erwärmung noch auf etwa 1.5-Grad gegenüber vorindustriellem Niveau begrenzt werden. Im Moment bewegt sich die Welt in Richtung 3 Grad.

Unser Planet erwärmt sich immer schneller, die Auswirkungen werden immer deutlicher. Meereis, Gletscher und auch Eisschilde in Grönland und der Westantarktis verlieren immer mehr Masse, weswegen die Meeresspiegel schneller steigen, Dürren und Extremniederschläge nehmen ebenso zu wie Hitzewellen. Darüber, dass die vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen dafür verantwortlich sind, besteht aus Sicht der Wissenschaft schon seit etwa 30 Jahren kein Zweifel. Der heute vorgelegte 1. Band des 6. Sachstandsberichts des Weltklimarates zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen unterstreicht diese Aussagen und weist auf die Notwendigkeit einer drastischen Reduktion der Treibhausgasemissionen hin, um die Erwärmung noch auf 1.5 Grad oder zumindest deutlich unter 2 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen.

Die Folgen der globalen Erwärmung werden nicht nur in der Atmosphäre immer sichtbarer. Auch im Ozean schreiten die Veränderungen rascher voran. So steigt der Meeresspiegel gegenwärtig mit einer Rate von etwa 4 mm im Jahr, mit einer deutlichen Beschleunigung während der letzten beiden Jahrzehnte. Damit steigt der globale Meeresspiegel seit Beginn des 20. Jahrhunderts schneller als in jedem vorhergehenden Jahrhundert der zurückliegenden 3000 Jahre. Die Erwärmung des Meerwassers und sein steigender Säuregrad durch die CO2-Aufnahme schreiten ebenfalls immer schneller voran und werden sich selbst bei einer sehr schnellen und starken Verringerung der weltweiten Treibhausgasemissionen noch über viele Jahrzehnte fortsetzen. Dies wird auch starke Auswirkungen auf die marine Ökosysteme haben, mit möglicherweise irreversiblen Schäden. Hitzewellen gibt es zunehmend auch im Ozean. Davon sind beispielsweise Korallenriffe schon heute massiv betroffen. Ferner nimmt der Sauerstoffgehalt in den Ozeanen ab. Mehr erfahren...

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