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Manganknollen auf dem Meeresboden der Tiefsee. (Bild: Wikimedia Commons/Abramax (CC BY-SA 4.0)

Neuer Versuch!

Es wird einen neuen Ernteversuch im Manganknollengebiet des Zentralpazifiks geben. Auf dem Jahrestreffen des internationalen Meeresforschungsprojektes "MiningImpact II" im portugiesischen Aveiro bestätigten das belgische Bergbautechnikunternehmen DEME-GSR und die Mitglieder des Forschungsprojektes, dass im Herbst 2020 geplant ist, sowohl das Tiefseebergbaufahrzeug Patania II auf einen Testtauchgang in das deutsche und das belgische Manganknollen-Lizenzgebiet zu schicken als auch die unabhängige wissenschaftlichen Begleitforschung dazu durchzuführen. Der erste Test des Tiefseemanganknollenernters war im Frühjahr diesen Jahres wegen technischer Probleme des Gerätes gescheitert.

"Wir werden unsere ohnehin geplante Explorationsfahrt neu ausrichten", verkündete Annemiek Vink, Geologin im Fachbereich Marine Rohstofferkundung der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR), auf dem Treffen in Aveiro. Die Rohstofferkundungsfahrt der BGR wird dann zu weiten Teilen der Beobachtung und Probennahme während des ersten Tiefseebergbauversuchs auf Manganknollen gewidmet werden.

"Das Finanzielle ist auch halbwegs geregelt, ich denke, das kriegen wir irgendwie hin", meinte "MiningImpact"-Koordinator Matthias Haeckel vom Geomar im Vorfeld der Konferenz. Auch von den Projektteilnehmern sind alle wieder mit an Bord ebenso wie offenbar die benötigten Geräte. "Es sieht relativ gut aus, dass wir nicht alle, aber wirklich den Großteil der Geräte wieder zusammenbekommen", so Haeckel.

Kommerzielles Schiff wird gechartert werden

Größtes Problem ist derzeit offenbar das Schiff, denn entsprechend große und vielseitig einsetzbare Fahrzeuge sind selten. "Das ist nicht ganz einfach, da gibt es unter den Forschungsschiffen nur zwei oder drei", so Haeckel. So wie es aussieht, steht keines davon zur Verfügung. Die deutsche "Sonne", mit der Haeckel und seine Kollegen in diesem Jahr unterwegs waren, ist im Herbst 2020 im Indischen Ozean und dort komplett verplant. Die ebenfalls von der Größe her in Frage kommende britische "James Cook" ist ebenfalls nicht vor Ort und stünde erst wieder 2021 zur Verfügung. Daher verhandelt man bei der BGR jetzt mit kommerziellen Betreibern. Diese bieten zwar keine Forschungsschiffe an, wohl aber Versorgungsfahrzeuge für die Öl- und Gasindustrie, die man für Forschungszwecke umrüsten könnte. Mehr erfahren...

 

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