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© Christoph Böttner / Geomar (Ausschnitt) Bohrlöcher in der Nordsee | Die Karte zeigt, wo sich in der Nordsee Bohrlöcher befinden, unterteilt nach den ausschließlichen Wirtschaftszonen von Großbritannien, Norwegen, Dänemark, Deutschland und den Niederlanden.

Nordsee: Hunderte Tonnen Methan entweichen aus stillgelegten Bohrlöchern

Das Fördern von Erdöl und Erdgas hat Folgen: Im Umfeld alter Bohrungen tritt Methan aus. Dadurch gibt die Nordsee deutlich größere Mengen des Treibhausgases frei als angenommen.

Dort, wo zuvor in der Nordsee Erdöl oder Erdgas gefördert wurde, treten nun am Meeresboden erhebliche Mengen Methan aus. Gemäß einer Studie des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel im »International Journal of Greenhouse Gas Control« würde die entweichende Menge des Treibhausgases einen signifikanten Teil des gesamten Methanbudgets der Nordsee ausmachen. Schon früher waren Forscher auf die Lecks aufmerksam geworden. Die aktuelle Studie beruht jedoch auf einer größerer Datenbasis als vorherige Untersuchungen.

Demnach stammt das Gas aus flachen Gastaschen, die weniger als 1000 Meter tief im Meeresboden liegen und gar nicht Ziel der ursprünglichen Bohrungen gewesen waren. Erste Hochrechnungen ergaben, dass diese Leckagen die dominante Quelle für Methan in der Nordsee ausmachen könnten. »Wir haben Untersuchungen an weiteren Bohrlöchern mit umfangreichen seismischen Daten verbunden. Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass jährlich tausende Tonnen Methan an alten Bohrlöchern am Nordseeboden austreten«, sagt Erstautor der Studie Christoph Böttner. Mehr erfahren...

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