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Paläogen: Sinkende CO2-Level begünstigten Graslandschaften

Ein Team um LMU-Wissenschaftler Sebastian Höhna berichtet in Nature Communications.

Die Ökosysteme auf unserem Planeten haben sich von dichten Wäldern zu Ökosystemen mit offenen Lebensräumen wie Graslandschaften entwickelt, die Ressourcen für große grasfressende Säugetiere (z. B. Pferde) bieten. Ein Team um Sebastian Höhna, Leiter einer Emmy-Noether-Forschungsgruppe am GeoBio-Center der LMU, hat nun den Zeitpunkt der Ausbreitung der wichtigsten Pflanzenfamilien der Graslandschaften (Gräser und Korbblütler) anhand von Informationen aus zeitkalibrierten molekularen Phylogenien und einem neuartigen statistischen Bayes-Modell analysiert.

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass die wichtigste Diversifizierung von Gräsern und Korbblütlern vor etwa 20 Millionen Jahren stattfand. Interessanterweise scheint der Beginn der Diversifizierung der Graslandschaften kurz nach einem erheblichen globalen Rückgang des atmosphärischen CO2-Gehalts erfolgt zu sein. Pflanzen nehmen Kohlendioxid auf und geben Sauerstoff und Wasserdampf über Spaltöffnungen in ihren Blättern ab. Niedrige CO2-Konzentrationen führen dazu, dass sich die Spaltöffnungen öffnen, was den Wasserverlust erhöht. Die Forscher vermuten, dass die Begrenzung des Kohlenstoffs und der Wasserstress aufgrund des geringeren CO2-Gehalts in der Atmosphäre Graslandschaften auf Kosten der Wälder begünstigt haben. Mehr erfahren...

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