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Bei der Senkung ihrer Treibhausgas-Emissionen hinken die meisten Länder noch deutlich hinter den Zielen des Klimaabkommens von Paris her. © hansenn/ iStock

Pariser Klimaabkommen: Viele Staaten hinken hinterher

Mehr als die Hälfte der Länder hat keine neuen Selbstverpflichtungen vorgelegt

Eigentlich sollen nationalen Reduktionsverpflichtungen des Pariser Klimaabkommens alle fünf Jahre überarbeitet und verschärft werden. Bis Jahresende 2020 haben aber nur 70 von fast 200 Staaten aktualisierte Verpflichtungen vorgelegt, wie aus einer Zwischenbilanz der UNO hervorgeht. Vor allem China, einer der größten Treibhausgas-Emittenten, hat bisher noch keine Pläne dazu veröffentlicht, wie die Emissionen gesenkt werden sollen.

Bisher sieht es beim globalen Klimaschutz eher trübe aus – daran hat auch das Corona-Jahr 2020 wenig geändert. Zwar sanken die Treibhausgas-Emissionen durch die wirtschaftlichen Einbrüche der Pandemie vorübergehend ab, dennoch haben die atmosphärischen Kohlendioxidwerte im letzten Jahr neue Rekordwerte erreicht. Geht der Trend so weiter, könnte der Klimawandel bis 2050 nahe am „Worst-Case-Szenario“ liegen, wie Forscher kürzlich ermittelten.

Das Prinzip der Selbstverpflichtungen

Einer der Gründe dafür: Bisher sind die Minderungsziele der meisten Länder nicht ausreichend oder werden nicht eingehalten. Zwar haben sich fast alle Staaten mit dem Pariser Klimaabkommen dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die konkreten Schritte dorthin blieben aber ihnen überlassen.

Dafür wurden nationale Selbstverpflichtungen beschlossen. Mit diesen „Nationally Determined Contributions“ (NDC) erklären die Länder, wie stark und wie sie ihre CO2-Emissionen verringern wollen. Weil die ersten zum Abkommen abgegeben Selbstverpflichtungen aber nicht ausreichen, um das Klimaschutzziel zu erreichen, sollen die Pläne alle fünf Jahre überarbeitet und nach Möglichkeit verschärft werden.

Nur 70 Länder haben neue NDCs eingereicht

Doch damit hapert es: Bis zum Jahreswechsel 2020/2021 haben nur 70 von fast 200 Staaten aktualisierte Verpflichtungen vorgelegt, wie eine Zwischenbilanz der UN zeigt. Ihrer Einschätzung nach müssten die Treibhausgas-Emissionen aber jedes Jahr bis 2030 um 7,6 Prozent sinken, um das Ziel von 1,5 Grad Erwärmung möglicherweise doch noch einzuhalten. Schon jetzt wird allerdings eine Erderwärmung von 1,2 Grad gemessen – es wird daher denkbar knapp. Mehr erfahren....

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