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Ein Polarstern-Bordhubschrauber beginnt einen Meereisdicken-Messflug mit dem Meereisdicken-Messsensor EM-Bird. (Foto: Mario Hoppmann)

Polarstern II: Der Startschuss für den Neubau ist gefallen

Bundestag macht den Weg frei für den Bau des neuen AWI-Forschungseisbrechers. Nächster Schritt ist ein Teilnahmewettbewerb, in dem sich Werften um den Auftrag bewerben können.

Seit 40 Jahren fährt das Forschungsschiff Polarstern in die Arktis und Antarktis und gibt Menschen aus aller Welt die Chance, in den extremsten Regionen des Planeten sicher und effektiv zu forschen. Es hat wesentlich dazu beigetragen, dass die Bundesrepublik Deutschland rasch nach dem Beitritt zum Antarktisvertrag als Konsultativmitglied eine führende Rolle in der Polar- und Meeresforschung erreicht hat. Damit diese auch in Zukunft auf höchstem wissenschaftlichem und technischem Niveau möglich ist, hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), in die Lage versetzt, den Bau eines modernen, leistungsfähigen und nachhaltigen Nachfolgeschiffs auszuschreiben und zu koordinieren. Mit dem Beschluss des Bundeshaushalts 2022 durch den Deutschen Bundestag am 3. Juni 2022 kann nun das Vergabeverfahren starten. Das AWI plant, die europaweite Ausschreibung für den Neubau umgehend zu veröffentlichen, sodass der Teilnahmewettbewerb als erster Schritt des Vergabeverfahrens zeitnah starten kann. Die Inbetriebnahme des neuen Schiffs ist für 2027 geplant. Für einen möglichst lückenlosen Übergang soll die notwendige Klassifikation – der so genannte Schiffs-TÜV – der Polarstern bis Ende 2027 verlängert werden.

Als Forschungs- und Versorgungsschiff der Neumayer-Station III in der Antarktis ist die Polarstern eine zentrale Säule der deutschen Polarforschung. Seit seiner Indienststellung am 09. Dezember 1982 hat das Forschungsflaggschiff der Bundesrepublik Deutschland mehr als 1,8 Millionen Seemeilen zurückgelegt – und damit rechnerisch mehr als 82-mal die Erde am Äquator umrundet. Seit 1981 gehört die Bundesrepublik Deutschland dem Antarktisvertrag als Konsultativstaat an. Das hohe Ansehen der deutschen Polarforschung und ihrer international herausragenden Forschungsplattform trägt wesentlich dazu bei, dass Deutschlands Engagement für Umwelt- und Klimaschutz in den Polarregionen unter den Vertragsstaaten Gewicht hat. Dank einer Generalüberholung von 1999 bis 2001 zählt die Polarstern auch nach 40-jähriger Dienstzeit noch immer zu den leistungsfähigsten Forschungsschiffen der Welt. Zuletzt hat sie bei extremen Wetter- und Eisbedingungen die einjährige Drift-Expedition MOSAiC am Nordpol absolviert. Mehr erfahren....

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