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© NIKITA ZIMOV, PLEISTOCENE PARK (AUSSCHNITT)

RENATURIERUNG : Zurück in die Eiszeit

Im Pleistozän-Park in Sibirien siedeln Wissenschaftler Bisons, Pferde und andere große Pflanzenfresser an. Die vierbeinigen Landschaftsgestalter sollen die heutige Tundra wieder in die grasreiche »Mammutsteppe« früherer Jahrtausende verwandeln – und so einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

von Kerstin Viering

Es fehlen eigentlich nur noch die Mammuts und vielleicht auch noch ein paar Wollnashörner oder Höhlenlöwen. Mit solchen längst ausgestorbenen Arten kann der Pleistozän-Park in der Nähe des Ortes Tscherski im Nordosten Sibiriens natürlich nicht dienen. Doch die Betreiber sind optimistisch: Auch mit heute lebenden Tierarten hoffen sie die Landschaft der letzten Eiszeit wieder zum Leben erwecken zu können. Herden von Bisons und Pferden, Rentieren und anderen großen Pflanzenfressern sollen die heutige Tundra wieder in ein weites Grasland verwandeln, wie es sich vor Jahrtausenden über große Teile der Nordhalbkugel erstreckte.

Das klingt ein bisschen nach Sciencefiction, wie »Jurassic Park« ohne Dinosaurier. Aber die Väter der ungewöhnlichen Idee sind keine fantasiebegabten Drehbuchschreiber, sondern renommierte Arktis-Fachleute der Russischen Akademie der Wissenschaften. Seit Jahrzehnten sind Sergej Zimov und sein Sohn Nikita den ökologischen Geheimnissen des hohen Nordens auf der Spur. Und darum beruht ihre Vision auf handfesten wissenschaftlichen Untersuchungen. Mehr erfahren...

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