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Die Grafik zeigt das ursprüngliche Grubengebäude und gibt den Verfüllstatus aus dem Jahr 2020 wieder. Quelle: BGE

Schachtanlage Asse II

Die BGE präsentierte im „Gebirgsbeobachtungsgespräch 2020“ die Ergebnisse des Geomonitorings der Asse

Die Ergebnisse der Gebirgsbeobachtung (Geomonitoring) sind wichtiger Bestandteil für die Vorbereitung der Rückholung. Sie ermöglichen Rückschlüsse zur Stabilität des Tragsystems der Schachtanlage Asse II. In diesem Kontext werden auch die Notfallplanung und zusätzliche Maßnahmen im Falle eines technisch nicht mehr beherrschbaren Lösungszutritts ausgearbeitet. Das Geomonitoring wird auf der Schachtanlage Asse II von Geotechniker*innen, Geolog*innen, Geophysiker*innen und Markscheider*innen (untertägige Vermesser*innen) aus der Abteilung Geoinformation bearbeitet. Für eine langfristige Bewertung des Tragsystems, auch im Hinblick auf die geplante Rückholung, werden durch das Institut für Gebirgsmechanik GmbH (IfG) aus Leipzig ergänzend gebirgsmechanische Modellrechnungen erstellt.

Im Rahmen eines öffentlichen Fachworkshops wurden die Mess- und Untersuchungsergebnisse des Jahres 2020 von den Fachleuten der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im „Gebirgsbeobachtungsgespräch 2020“ vorgestellt und bewertet. Weiterhin erfolgte durch Vertreter des IfG eine Einschätzung inwieweit die aktuellen Ergebnisse des Monitorings im Einklang mit den gebirgsmechanischen Modellrechnungen stehen. Das Gespräch fand am 1. Juli 2021 statt und wurde live über YouTube übertragen.


Ergebnisse des Geomonitorings

  • Beanspruchung des Tragsystems
    Die Ergebnisse zeigen weiterhin eine hohe Beanspruchung des Tragsystems in der Südflanke aus. Die hohen Beanspruchungen führen bei fehlender oder unzureichender Stabilisierung der tragenden Elemente zu weiteren Schädigungsprozessen. Die maximal gemessene Spannung ist überwiegend im mittleren Pfeilerbereich auf einem hohen Niveau konstant und in einigen Bereichen leicht rückläufig. Auffallend sind hier die weiterhin großen Spannungsdifferenzen, die zu einer fortschreitenden Schädigung des Tragsystems im Baufeld an der Südflanke führen. Positiv erkennbar ist gleichzeitig die beginnende Stützwirkung des Versatzes in den Abbauen auf die Pfeiler, unterstützt durch die fortlaufende Verfüllung von Firstspalten mit Sorelbeton. Mehr erfahren....

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)