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© ESA/ATG MEDIALAB (AUSSCHNITT)

»Sentinel 6«, Wächter der Meere

SATELLITENSTART

Das Eis an den Polen schmilzt, der Meeresspiegel steigt, Meeresbewohner sind bedroht. Der Satellit »Sentinel 6« soll künftig die Weltmeere genau vermessen. Samstag soll er starten. (Oliver Pietschmann)

Küstenstädte könnten regelmäßig unter Wasser stehen, Hurrikane und Sturmfluten an vernichtender Kraft gewinnen und Inseln im Meer versinken. Der Anstieg des Meeresspiegels zählt zu den größten Bedrohungen, die der Klimawandel mit sich bringt. Der Weltklimarat IPCC geht davon aus, dass die Meere bei ungebremster Erderwärmung schon bis Ende des Jahrhunderts mehr als einen Meter ansteigen könnten. Das dürfte dann nicht nur für die Malediven im Indischen Ozean zum Problem werden, deren höchste Erhebung gerade einmal gut zwei Meter misst. Auch europäische Küsten und Städte wären in Gefahr.

Um den Anstieg des Meeresspiegels zu vermessen und zu kartieren, wollen Wissenschaftler mit einem neuen Erdbeobachtungssatelliten aus dem Weltraum auf die Ozeane schauen – präziser als je zuvor. Am Samstagabend um 18.17 Uhr mitteleuropäischer Zeit soll »Sentinel 6 Michael Freilich« zu seiner Mission abheben. Die ESA überträgt das Ereignis live.

Der Satellit kann nach Angaben der europäischen Raumfahrtagentur ESA innerhalb von zehn Tagen 95 Prozent der globalen Meeresoberfläche aus einer Höhe von mehr als 1300 Kilometern millimetergenau scannen.

Erdbeobachtungssatelliten gibt es schon seit Jahrzehnten. »Aber Sentinel 6 hat ein neues Radar an Bord, mit einer höheren Präzision, das noch genauer einen Anstieg des Meeresspiegels wird messen können«, sagt der ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, Josef Aschbacher. Als Teil des Erdbeobachtungsprogramms Copernicus wird der Satellit von einem neuen Kontrollzentrum der meteorologischen Satellitenagentur Europas, Eumetsat, von Darmstadt aus gesteuert, wie Programmleiter Manfred Lugert erklärt. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

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