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Der Plußsee im Kreis Plön Foto: UHH/Navarra

Sinkender Sauerstoffgehalt bedroht Artenvielfalt und Trinkwasserqualität

Studie zur Erwärmung von Seen durch Klimawandel

Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Fachbereichs Biologie der Universität Hamburg hat herausgefunden, dass der Sauerstoffgehalt in Süßwasserseen der gemäßigten Zonen rapide abnimmt. Dieser Trend ist neben der Landnutzungsänderung auch bedingt durch den Klimawandel. Der Sauerstoffschwund hat einen entscheidenden Einfluss auf die Lebensbedingungen in den Seen, inklusive der Artenvielfalt sowie der Trinkwasserqualität. Die Studie ist in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Sauerstoff ist das Stützsystem für aquatische Nahrungsnetze – geht er verloren, steigt die Wahrscheinlichkeit für den Artenverlust. Die nun in Nature veröffentlichten Forschungsergebnisse zeigen, dass der Sauerstoffgehalt in untersuchten Seen der gemäßigten Zone seit dem Jahr 1980 um 5,5 Prozent an der Oberfläche und um 18,6 Prozent in der Tiefe von Gewässern gesunken ist. Seen verlieren damit 2,75 bis 9,3 Mal schneller Sauerstoff als die Ozeane, ein Rückgang, der Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem hat.

Die Forscherinnen und Forscher analysierten insgesamt mehr als 45.000 Vertikalprofile von Wassertemperatur und darin gelöstem Sauerstoff, die zwischen 1941 und 2017 von fast 400 Seen weltweit gesammelt worden waren. Die meisten Langzeitaufzeichnungen wurden in der gemäßigten Zone gesammelt, die sich von 23 bis 66 Grad nördlicher und südlicher Breite erstreckt. Neben der Artenvielfalt beeinflusst die Konzentration von gelöstem Sauerstoff in aquatischen Ökosystemen auch Treibhausgasemissionen, die Biogeochemie von Nährstoffen und letztendlich die menschliche Gesundheit. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)