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Solar-Geoengineering: Kann man den Planeten kühlen?

Die letzte Chance, die Erderwärmung aufzuhalten oder menschlicher Größenwahn? Wissenschaftler arbeiten an Möglichkeiten, den Planeten künstlich zu kühlen. Drei Ideen im Schnellcheck.

"Zweifellos ist der Mensch in der Lage, den Planeten künstlich zu kühlen", sagt Professor David Keith von der Universität Harvard. Keith forscht im Bereich Solar-Geoengineering, einem sehr umstrittenen Fachgebiet. Denn es geht um nichts weniger als die Frage, wie der Mensch die Sonneneinstrahlung auf der Erde manipulieren kann, um den Klimawandel zu bremsen. Drei erstaunliche Ideen, wie das funktionieren könnte - oder auch nicht.

1. Die Kraft der Vulkane 

Am 15. Juni 1991 wurden beim Ausbruch des Pinatubo-Vulkans auf den Philippinen tonnenweise Asche und Gas kilometerweit in die Atmosphäre geblasen. Es war der zweitgrößte Vulkanausbruch des Jahrhunderts. Zur Überraschung vieler Wissenschaftler kühlte das Ereignis die Erde in den folgenden Monaten um etwa ein halbes Grad Celsius. Winzige Partikel in der Luft, sogenannte Aerosole, reflektierten mehr Sonnenlicht zurück ins All als unter normalen Bedingungen. Das Ergebnis: weniger Erderwärmung.

Wissenschaftler wie Keith wollen diesen Vulkan-Effekt künstlich erzeugen. Die Theorie dahinter nennt sich "Stratospheric Aerosol Injection" (SAI). Dabei sollen Schwefel-Aerosole in die Stratosphäre eingebracht werden – zwischen 15 und 50 Kilometer über der Erdoberfläche. Die Aerosole, so die Theorie, verbinden sich dort mit Wasserpartikeln und reflektieren für etwa ein bis drei Jahre mehr Sonnenlicht als gewöhnlich.

"Praktisch jedes Klimamodell zeigt, dass man mit einer gleichmäßigen Verteilung der Aerosole in der Stratosphäre […] viele der wichtigsten Klimagefahren verringern kann. Also, Veränderungen in der Verfügbarkeit von Wasser, Änderungen der Temperaturen, extreme Temperaturen eingeschlossen”, so Keith. Mehr erfahren....

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Erdölförderung im Emsland

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