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Das in Potsdam untersuchte Bruchstück des Santa Rosa de Viterbo Meteorit Quelle: Ana Concha (Universidad Nacional, Bogota)

Space Mining-Rohstoffe aus dem Kosmos – Potsdamer Geoforscher untersuchen vor 200 Jahren gefundenen Meteoriten

Meteoriten gehören nicht zu den Georisiken, über die wir viel nachdenken. Dennoch spielen diese außerirdischen Besucher eine wichtige Rolle. Wissenschaftler diskutieren heute sogar, ob das Leben auf der Erde durch Meteoriten überhaupt erst möglich gemacht wurde. So deutet zum Beispiel vieles darauf hin, dass das Wasser, das für uns und jedes andere Leben auf unserem Planeten essenziell ist, von Meteoriten stammt.

Rund 22.000 größere Meteoriten-Fragmente wurden bisher auf der Erde gefunden. 45 solcher „Außerirdischen“ sogar in Deutschland. Aber nur die wenigsten von ihnen – die schnellsten und schwersten – haben einen Einschlagskrater in die Erdkruste gesprengt. Einige der Fragmente sind nur wenige Gramm schwer, andere Brocken wiegen bis zu 60.000 Kilogramm – wie der Hoba-Meteorit in Namibia. Insgesamt prasseln rund 40.000 Tonnen außerirdischen Materials pro Jahr auf die Erde nieder.

Etwa einmal im Monat sind irgendwo auf der Welt helle Leuchterscheinungen am Himmel zu beobachten. Meist verglühen dabei Meteore vollständig in der Atmosphäre. Doch immer wieder treffen kleine Fragmente auf der Erdoberfläche auf. Geschieht dies, werden sie als Meteoriten bezeichnet. Da die Erdoberfläche zu knapp 75 Prozent mit Wasser bedeckt ist, liegen die meisten Fragmente auf dem Grund der Meere. Die wenigen, die auf dem Land auftreffen, verwittern dank Wind und Wetter schnell und werden daher nie gefunden. Im ewigen Eis der Pole und in den trockensten Wüsten der Erde besteht die größte Chance, einen Meteoriten zu finden, denn hier kommt es kaum zu Verwitterung. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

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