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Steigende Energiekosten machen Geothermie attraktiv

Experten sehen die Nutzung von Erdwärme in Hessen im Aufwind. Aktuell sei ein Anstieg der jährlich errichteten Anlagen zu verzeichnen, sagte der Diplom-Geologe Sven Rumohr vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG).

Experten sehen die Nutzung von Erdwärme in Hessen im Aufwind. Aktuell sei ein Anstieg der jährlich errichteten Anlagen zu verzeichnen, sagte der Diplom-Geologe Sven Rumohr vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) auf dpa-Anfrage in Wiesbaden.Dies sei eine Folge steigender Energiepreise und der gleichzeitig guten Möglichkeiten für eine staatliche Unterstützung.

"Das geothermische Potenzial ist in Hessen grundsätzlich an jedem Standort ausreichend, um Wohngebäude und auch größere Gewerbeobjekte wirtschaftlich und Primärenergie-einsparend mit Heizwärme und Warmwasser versorgen zu können", erläuterte der Geologe.

Bislang werde in Hessen über etwa 9500 oberflächennahe Anlagen Erdwärme gewonnen. Diese bis zu 300 Meter tiefen Geothermiesonden versorgen überwiegend private Wohngebäude mit Wärme, wie Rumohr erklärte. "Aber auch sehr große Gebäude wie der neue Henninger Turm in Frankfurt können geothermisch mit Wärme versorgt werden."

Das geothermische Potenzial, das durch die Temperatur und Wärmeleitfähigkeit des Untergrundes bestimmt wird, sei aber nicht an jedem Standort gleich, erläuterte der Geologe. Erdwärmesonden, die am häufigsten zur Gewinnung von Erdwärme eingesetzt werden, haben meist Tiefen bis 100 Meter. Die mittlere Temperatur dort betrage in Hessen überwiegend zwischen 10 Grad Celsius in Höhenlagen und etwa 13 Grad Celsius in tieferen Regionen. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)