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Die Studie „Groundwater Resource Assessment of Jordan (2017)" Quelle: BGR

Studie zum kritischen Zustand der jordanischen Grundwasserressourcen veröffentlicht

Die BGR und das jordanische Wasserministerium haben im Rahmen der Konferenz „Groundwater Resources of Jordan“ am 14.11.2019 die Studie „Groundwater Resource Assessment of Jordan (2017)“ der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie ist online auf den Seiten der BGR und des MWI verfügbar. Die Publikation entstand im Rahmen des aktuell laufenden TZ Projekts „Management der Grundwasserressourcen“. Im Rahmen der Studie wurde eine Neuerhebung und -bewertung der Grundwasserressourcen Jordaniens vorgenommen. Die Studie stellt den Entscheidungsträgern des jordanischen Wassersektors aktuelle hydrogeologische Informationen der wichtigsten Grundwasserleiter Jordaniens zur Verfügung. Hierdurch wird die Möglichkeit eröffnet zukünftig die kritische Ressourcensituation bei Managemententscheidungen und in der Wasserinfrastrukturplanung zu berücksichtigen.Neben dem nun auch detailliert wissenschaftlich belegten landesweiten Rückgang der Grundwasserressourcen beinhaltet die Studie folgende Kernbotschaften:

  • Die genaue Kenntnis des geologischen Untergrunds ist Grundvoraussetzung für ein effektives Management der Ressourcen.
  • Das Grundwasser Jordaniens ist empfindlich für Verschmutzung und muss geschützt werden.
  • Der Quellabfluss Jordaniens hat sich seit den 1970er Jahren von 250 Millionen Kubikmeter auf 135 Millionen Kubikmeter jährlich fast halbiert und die Anzahl versiegter Quellen steigt kontinuierlich.
  • Die Entwicklung der Grundwasserressourcen deutet auf eine massive Übernutzung hin. Der Hauptgrundwasserleiter hat in den letzten 22 Jahren eine durchschnittliche Absenkung von 50 bis 100 Metern erfahren, wodurch weite Gebiete des Aquifers trockengefallen sind.
  • Bei gleichbleibender Entnahme werden die Grundwasserstände landesweit weiterhin deutlich sinken, die Grundwasserverfügbarkeit kontinuierlich reduziert und die Produktionskosten deutlich ansteigen.
  • Grundwasser ist keine unbegrenzte Ressource, insbesondere in ariden Ländern und dort wo Bewässerungslandwirtschaft betrieben wird.

Die BGR unterstützt im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit und im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die jordanischen Behörden im Schutz und Management der Grundwasserressourcen. Eine Gesamtaufnahme der vorhandenen Grundwasserreserven wurde letztmalig Mitte der 1990er Jahre erstellt, welche während der letzten zwei Jahrzehnte eine wichtige Grundlage für das Management der wertvollen Grundwasserleiter war.
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Erdölförderung im Emsland

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