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Süditalien: Aktive Plattengrenze birgt Erdbebengefahr

Der Mittelmeerraum ist tektonisch äußerst aktiv und damit von Naturkatastrophen bedroht. Das zeigen die jüngsten Erdbeben in Mittelitalien auf eindringliche Weise. Ein internationales Wissenschaftsteam mit Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel hat in den vergangenen Jahren intensiv den Meeresboden südlich von Sizilien und Kalabrien untersucht. Wie das Team jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht, haben sie dabei Spuren einer aktiven Erdplattengrenze gefunden, die ebenfalls starke Beben hervorrufen kann.

Seit den frühen Hochkulturen ist das Leben der Menschen in Europa, in Vorderasien und in Nordafrika eng mit dem Mittelmeer verbunden – und immer wieder haben Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, Erdbeben und Tsunamis die angrenzenden Kulturen und Staaten erschüttert. Der Grund für diese ständige Bedrohung ist, dass im Mittelmeer die Eurasische und die Afrikanische Erdplatte aufeinandertreffen. „Leider ist die Situation im Detail aber sehr kompliziert, es gibt regional viele unterschiedliche Bruchzonen im Untergrund. Das macht die genaue Gefahrenanalyse für bestimmte Räume sehr schwierig“, erläutert die Geophysikerin Prof. Dr. Heidrun Kopp vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.

Bild links: Topographie des Meeresbodens vor der Ostküste Siziliens gewonnen aus Daten verschiedener Expeditionen (Grafik: Marc-André Gutscher, U. Brest, Homepage GEOMAR).
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