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Die nun unterschriebene Kooperationsvereinbarung setzt den Rahmen für die Zusammenarbeit von STAWAG und Fraunhofer IEG, v.l.n.r.: Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG), Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Energie GmbH, Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG. © STAWAG /A. Steindl

TIEFENGEOTHERMIE FÜR AACHEN

In einem Aufsuchungsfeld im Aachener Nordosten erforscht die Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie in Zukunft das geothermische Potenzial Aachens.

Wie kann die Wärme für Heizungen in Deutschland klimafreundlich und regenerativ bereitgestellt werden? Mit dieser Frage befassen sich Stadtwerke schon seit langem. Erste Projekte wie etwa die Nutzung des Aachener Thermalwassers zur Wärmeversorgung zeigen die Richtung. Nun möchte die Aachener Stadtwerke STAWAG gemeinsam mit der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie mehr klimafreundliche Wärmegewinnung ermöglichen: Hierfür soll in Zukunft Wärme aus der Tiefe geholt und in das Aachener Wärmenetz eingespeist werden. Die Grundlage für die gemeinsame Forschung und Entwicklung bildet die nun unterzeichnete Kooperationsvereinbarung.

Die nun unterschriebene Kooperationsvereinbarung setzt den Rahmen für die Zusammenarbeit von STAWAG und Fraunhofer IEG, v.l.n.r.: Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG), Frank Brösse, Geschäftsführer der STAWAG Energie GmbH, Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG.

»Klimaschutz schreiben wir uns auf die Fahnen: Wir haben in den letzten Jahren große Erfolge beim Ausbau der erneuerbaren Energien, rund um Energieeffizienz und Elektromobilität erzielt«, erläutert Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG. »Rechnerisch erzeugen wir schon heute die gesamte Menge des Stromverbrauchs der Aachener Haushalte und kleineren Gewerbebetriebe in eigenen Ökostromanlagen. Jetzt gilt es, auch die Wärmeversorgung auf »grün« zu stellen.« Bislang wird der größte Teil der Aachener Nah- und Fernwärme aus der Abwärme des Kohlekraftwerks Weisweiler bezogen. Diese soll bis 2030 durch hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbare Energien wie z.B. Geothermie ersetzt werden. Auch solarthermische Projekte und innovative Nahwärmekonzepte stehen auf der Agenda der STAWAG. 

»Wärme ist die halbe Energiewende«, unterstreicht Prof. Dr. Rolf Bracke, Leiter der Fraunhofer-Einrichtung für Energieinfrastrukturen und Geothermie (IEG). »Unsere Forschung unterstützt kommunale Energieversorger, Industrien und Immobilienunternehmen dabei, Heizungs- und Prozesswärme in Zukunft nachhaltig, regional und versorgungssicher zu gewinnen.« Eine Technologie, die wesentlich dazu beitragen kann, ist die hydrothermale Geothermie, die heißes Wasser aus dem tiefen Untergrund als Wärmequelle nutzt. »Wieviel geothermische Energie in der Aachener Region steckt, wollen wir nun gemeinsam mit der STAWAG klären.« Mehr erfahren...

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