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Hohes Eisaufkommen erschwerte im Mai 2017 die Messungen an der Front des LeConte-Gletschers. Foto: Nature/David Sutherland

Überraschend starker Schwund

Neben den großen Eisschilden der Arktis und Antarktis gibt es auch Zehntausende von kleineren Gletschern, die wegen ihrer Zahl und geringen Größe nur schwer beobachtet werden können. Viele von ihnen haben direkten Zugang zum Meer und tragen zurzeit und in der nächsten Zukunft überproportional zum Meeresspiegelanstieg bei. Ein Team von US-Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern hat jetzt am Beispiel eines Gletschers in Südalaska die Schmelzraten solcher Gezeitengletscher bestimmt. Sie liegen um das Zehn- bis Hundertfache über den Raten, mit denen die Wissenschaft bisher gerechnet hat.

Der LeConte-Gletscher im Süden Alaskas ist der südlichste Gezeitengletscher der Nordhalbkugel, gehört aber mit 34 Kilometern Länge nicht unbedingt zu den Riesen im Reich der Eisströme. Allerdings dürfte er inzwischen der am besten erforschte sein, denn immer wieder ist er Ziel von wissenschaftlichen Expeditionen, die an seinem Beispiel erfahren wollen, wie sich die Tausende von mehr oder weniger großen Eisströmen verhalten, die in den Polarregionen der Erde in die Ozeane münden und dort Schmelzwasser abgeben und Flotten von Eisbergen aufs Meer schicken. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)