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Junge Kaiserpinguine (Foto: Alfred-Wegener-Institut, J.Plötz)

Umfassende Datensynthese trägt zur Identifikation schutzwürdiger Meeresgebiete bei

Satellitenortung von Seevögeln, Pinguinen, Walen und Robben zum Schutz der Ökosysteme des Südlichen Ozeans

In einer sich rasch verändernden Welt müssen wir wissen, welche Gebiete unseres Planeten vor bestehenden, sich entwickelnden und künftigen Bedrohungen geschützt werden müssen. Diesem Anspruch gerecht zu werden, ist in den Weiten der Ozeane schwer zu realisieren, insbesondere in deren entlegensten Bereich, dem Südlichen Ozean. Eine Veröffentlichung, die diese Woche in der Zeitschrift Nature (zusammen mit einem begleitenden Datenpapier in der Zeitschrift Scientific Data) erscheint, beschreibt einen neuartigen Lösungsansatz für dieses Problem. An der Veröffentlichung, die Daten aus vielen einzelnen Forschungsprojekten zur Satellitenfernerkundung (Tracking) und Geolokation von Vögeln und Meeressäugern verwendet, waren auch Forschende des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz Zentrum für Polar und Meeresforschung (AWI) beteiligt.

Die neuartige Lösung beruht auf einem einfachen Prinzip: Tiere zieht es dorthin, wo sie Nahrung finden. Wenn man also die Gebiete des Südlichen Ozeans identifiziert, in denen sich Meeressäuger und Vögel am häufigsten aufhalten, weiß man auch, wo deren Beutetiere zu finden sind. Buckelwale und Pinguine zum Beispiel suchen Gebiete auf, in denen sie sich von Krill ernähren können, während See-Elefanten und Albatrosse sich dort aufhalten, wo sie Fische, Tintenfische und andere Beutetiere antreffen. Besonders hohe Aufkommen an Meeressäugern, Vögeln und ihren Beutetieren am selben Ort lassen auf eine gleichermaßen hohe Diversität und Häufigkeit aller dort vorkommenden Arten schließen und zeigen so eine hohe ökologische Bedeutung des betreffenden Gebietes an.  

Das Projekt wurde vom Wissenschaftlichen Ausschuss für Antarktisforschung (SCAR) mit Unterstützung des Centre de Synthèse et d'Analyse sur la Biodiversité, Frankreich, und des WWF-UK durchgeführt.  Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)