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Quelle: NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.10.2020 | 17:00 Uhr

Unwirtschaftlich: Wintershall Dea gibt Erdgassuche auf

Wintershall Dea will in Teilen Niedersachsens nicht länger nach Erdgas suchen. Entsprechende Lizenzen sollen an das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) zurückgehen.

Der Öl- und Gaskonzern hatte in den Landkreisen Rotenburg (Wümme), Verden und Osterholz nach Erdgasvorkommen gesucht. "Wir haben in den vergangenen Monaten unsere inländischen Aktivitäten auf den Prüfstand gestellt und dann die Entscheidung getroffen, uns auf die bereits bestehende heimische Erdgas- und Erdölförderung in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zu fokussieren", sagte Dirk Warzecha, Leiter der Wintershall Dea in Deutschland. Die Wahrscheinlichkeit sei gering, in den Gebieten Werder und Unterweser ein neues Erdgasfeld zu entdecken, aus dem wirtschaftlich erfolgreich gefördert werden könne, erklärte ein Sprecher des Unternehmens dem "Weser Kurier". Nach Angaben eines Sprechers vom LBEG steht noch die offizielle Bestätigung aus.

Immer wieder leichte Erdbeben

Für viele Bewohner der betroffenen Regionen dürfte das ein Grund zur Freude sein. Gegen die Gassuche und -förderung hatte es viel Protest gegeben. Immer wieder hatte in den Gebieten die Erde gebebt. Im November 2019 erreichte das Beben im Bereich des Erdgasförderfeldes Völkersen im Landkreis Verden eine Stärke von 3,2 auf der Richterskala. Wintershall Dea hatte damals 1.400 Schadensmeldungen erhalten. Unter anderem waren Gebäudewände eingerissen. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)