Inhalt

Landschaft um Madygen, Kirgisistan. Foto: TU Bergakademie Freiberg

Urzeit-Salamander: Freiberger Paläontologen entdeckten Fossil bei Expedition 2009

Zwei Alumni der TU Bergakademie Freiberg sind Teil des Forscherteams welches den ältesten Urzeit-Salamander der Welt entdeckt hat.

Unter Leitung des Naturkundemuseums Stuttgart haben die Wissenschaftler das Fossil, welches 2009 in Kirgisistan gefunden wurde, nun als Missing Link in der Evolution der Amphibien eingeordnet.

„Als wir am 31. August 2009 bei einem wissenschaftlichen Grabungspraktikum Freiberger Studenten unter Leitung des damaligen Postdoktoranden Dr. Sebastian Voigt in einem urzeitlichen See bei Madygen im Südwesten von Kirgisistan auf das Fossil stießen, hielten wir es für einen Fischrest“, erzählt Prof. Dr. Jörg W. Schneider vom Geologischen Institut der TU Bergakademie Freiberg. „Dass sich daraus rund elf Jahre später bedeutende Erkenntnisse über die Evolution der Amphibien ableiten lassen, konnten wir nicht ahnen“, so der Paläontologe. Denn das Ursalamander-Fossil mit dem wissenschaftlichen Namen Triassurus sixtelae aus der mittleren Periode der Erdgeschichte (Mesozoikum) besitzt neben Salamander-Merkmalen auch Eigenschaften ursprünglicher Amphibien. Die Forscher schließen daraus, dass die Evolution der Salamander fast 50 Millionen Jahre früher begann, als bisher angenommen. Der circa 220 Millionen Jahre alte Fund ist demnach der älteste Nachweis eines Salamanders weltweit.

Dr. Sebastian Voigt leitet heute das Urweltmuseum Geoskop auf Burg Lichtenberg in Rheinland-Pfalz; der Freiberger Absolvent Dr. Ralf Werneburg, der die Bedeutung des Fundes erkannte, ist Direktor des Naturhistorischen Museums Schloss Bertholdsburg Schleusingen, Thüringen, wo das Fossil auch präpariert wurde. Mehr erfahren....

Kontextspalte

Kontakt

Deutsche Geologische
Gesellschaft – Geologische
Vereinigung e. V. (DGGV)

Geschäftsstelle Berlin
Rhinstraße 84
12681 Berlin

Ansprechpartnerin:
Frau Lara Müller-Ruhe
Tel. 030-509 640 48
E-Mail senden

www.dggv.de

Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)