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Die Mantelgesteine aus der Grabungsstelle in Grönland sind bis zu 3,8 Milliarden Jahre alt. Foto: Kristoffer Szilas

Verspätete Ankunft: Wasser, Kohlenstoff und Stickstoff kamen nicht sofort auf die Erde

Erdmantelgesteine aus Grönland liefern Hinweise auf Ursprung von Ozeanen und dem Leben

(pug) Ein internationales Team von Geologen hat Hinweise dafür gefunden, dass ein Großteil der für die Entstehung von Ozeanen und dem Leben wichtigen Elemente wie Wasser, Kohlenstoff und Stickstoff dem Planeten Erde in seiner Geschichte erst sehr spät hinzugefügt wurden. Dies widerlegt die häufige Annahme, dass diese Elemente bereits zu Beginn des Wachstums der Erde vorhanden waren. Das meiste Wasser kam vielmehr erst auf die Erde, als diese sich schon fast komplett gebildet hatte. Die Leitung der Studie hatte die Universität zu Köln, die Universität Göttingen war an der Methodenentwicklung sowie an der Messung der Proben beteiligt. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature erschienen.

Dass flüchtige Elemente wie Wasser von wasserhaltigen Planetenbausteinen, sogenannten Asteroiden, abstammen, die sich im äußeren Sonnensystem gebildet haben, ist allgemein anerkannt. Der genaue Zeitpunkt, an dem sie auf die Erde gelangten, wird jedoch unter Fachexperten kontrovers diskutiert. „Wir konnten diese zeitliche Frage jetzt genauer eingrenzen“, sagt Erstautor Dr. Mario Fischer-Gödde vom Institut für Geologie und Mineralogie der Universität zu Köln. „Dafür haben wir die Zusammensetzung der ältesten, ca. 3,8 Milliarden Jahre alten Erdmantelgesteine, – aus dem Erdzeitalter des Archaikums –, mit der Zusammensetzung der Asteroiden, aus denen er entstanden ist, und mit der Zusammensetzung des heutigen Erdmantels verglichen.“ Mehr erfahren...

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