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Foto: Wintershall Dea

Wasserstoff aus Erdgas ohne CO2-Emissionen:

Wintershall Dea und KIT starten Kooperationsprojekt

  • Gemeinsame Arbeiten an Methanpyrolyse, um die Abtrennung von Kohlenstoff aus Erdgas in industriellem Maßstab zu ermöglichen
  • Wasserstoff hat großes Potenzial für Energiewende und Klimaschutz

Wintershall Dea und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben eine Forschungskooperation zur klimafreundlichen Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas vereinbart. Durch die sogenannte Methanpyrolyse lässt sich das im Erdgas enthaltene Methan in gasförmigen Wasserstoff und festen Kohlenstoff trennen. Dies kann ein wichtiger Baustein für eine künftig klimaneutrale Energieversorgung sein. Denn der Wasserstoff kann als sauberer, CO2-freier Energieträger verwendet werden und der in fester Form abgeschiedene Kohlenstoff stellt einen wertvollen Grundstoff für verschiedene Industriezweige dar und kann darüber hinaus sicher gelagert werden.

„Die Perspektiven, die wir in unserer Kooperation mit dem KIT etablieren, zeigen: Erdgas kann Zukunft“, sagt Hugo Dijkgraaf, Vorstandsmitglied und Chief Technology Officer von Wintershall Dea, Europas führendem unabhängigen Gas- und Ölunternehmen. „Schon heute ist Erdgas der sauberste konventionelle Energieträger“, erklärt Dijkgraaf. „Aber Erdgas kann künftig noch klimafreundlicher werden: indem wir aus Erdgas Wasserstoff und den enthaltenen Kohlenstoff abtrennen.“ Neben der Methanpyrolyse könnte sauberer Wasserstoff aus Erdgas auch durch Dampfreformierung in Verbindung mit CCS (Carbon Capture and Storage) hergestellt werden.

Wasserstoff gilt in der Energiedebatte zunehmend als Schlüssel für das Gelingen der Energiewende. So könnte schon eine Beimischung von 20 Prozent Wasserstoff im europäischen Gasnetz die CO2-Emissionen um 60 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren. Das ist so viel, wie Dänemark in einem ganzen Jahr emittiert.

Das von Wintershall Dea und KIT auf zunächst drei Jahre angelegte Projekt soll nun Grundlagen für einen künftigen industriellen Einsatz der Methanpyrolyse legen. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und sind überzeugt, dass wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsfähige Energieversorgung leisten können“, erklärt Thomas Wetzel, Professor für Verfahrenstechnik am KIT. „Es gibt weltweit große Mengen Erdgas und es gibt die Möglichkeit, dieses Erdgas klimaneutral nutzbar zu machen. Wie wir das technisch effizient umsetzen und später auch für große Gasmengen einsetzen können: Das wollen wir in unserem Gemeinschaftsprojekt nun untersuchen.“ Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

Erdölförderung im Emsland (Foto: Wintershall Holding GmbH)