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Foto: Sager (Geomar)

Wie gefährlich sind Küstenvulkane und Vulkaninseln?

GEOMAR-Wissenschaftlerin Dr. Morelia Urlaub erforscht Naturgefahren mit einem Starting-Grant des Europäischen Forschungsrats ERC

Druckwellen, Ascheregen, Lavaflüsse – Vulkanausbrüche können äußerst zerstörerische Kräfte freisetzen. Inselvulkane und Vulkane entlang von Küsten bergen sogar ein weiteres Risiko. Der Kollaps einer Flanke kann einen Tsunami auslösen, der auch viele tausend Kilometer entfernte Küsten bedroht. Doch wann besteht die Gefahr eines Flankenkollapses genau? Wie lässt sich diese Gefahr besser abschätzen? An der Beantwortung dieser Fragen arbeitet die Geowissenschaftlerin Dr. Morelia Urlaub vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Sie erhält dafür 1,5 Millionen Euro über fünf Jahre aus einem renommierten Starting-Grant des Europäischen Forschungsrates.

Ein Artikel in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Science Advances erregte Ende 2018 international großes Aufsehen – auch über die Grenzen der Fachwelt hinaus. Forscherinnen und Forscher aus Kiel konnten erstmals nachweisen, dass sich die ins Mittelmeer auslaufende Ostflanke des Vulkans Ätna unter Wasser langsam hangabwärts bewegt. Diese Bewegungen könnten als Indiz für einen irgendwann in der Zukunft bevorstehenden Kollaps der Vulkanflanke gedeutet werden. Solch ein Kollaps würde höchstwahrscheinlich zu einem Tsunami führen.

Ob derartige langsame Bewegungen von Vulkanflanken eindeutige Vorboten eines Zusammenbruchs sind und wie hoch die Gefahr für die umliegenden Küstenregionen konkret ist, kann die Wissenschaft allerdings noch nicht beantworten. Das liegt unter anderem daran, dass die größten Teile von Ozeaninsel- und Küstenvulkanen typischerweise unter Wasser liegen. Erst in jüngster Zeit hat die Tiefseeforschung Methoden entwickelt, die es ermöglichen, Bewegung von Vulkanflanken im Ozean zu messen.
 
Um das Wissen über Flanken-Zusammenbrüche an Vulkaninseln voranzubringen, hat sich Dr. Morelia Urlaub vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, die Erstautorin der Studie aus dem Jahr 2018, erfolgreich um einen der renommierten Starting-Grants des Europäischen Forschungsrats ERC (European Research Council) beworben. Am 1. Februar beginnt nun offiziell das Projekt PRE-COLLAPSE („Langsame Gleitbewegungen von Vulkanflanken als Vorläufer von katastrophalen Kollapsen“), für das Dr. Urlaub über die kommenden fünf Jahre insgesamt 1,5 Millionen Euro für ihre Forschungen erhält. Mehr erfahren...

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Erdölförderung im Emsland

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