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Foto: U. Riebesell, GEOMAR

Zurück aus dem Lockdown: Expeditionsmaterial wieder in Kiel

Container des Forschungsprojekts CUSCO erreichen mit 6-monatiger Verspätung das GEOMAR

Während einer Feldkampagne des Projekts CUSCO vor der Küste Perus gerieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel im Frühjahr in den ersten Corona-Lockdown. Das Team konnte die Experimente unter strengen Auflagen zwar beenden, musste aber Gepäck und das gesamte Material bei Abreise im April zurücklassen. Heute kehren die ersten Materialcontainer wieder nach Kiel zurück. Jetzt warten die Beteiligten noch auf neun Offshore Mesokosmen – spezielle Forschungsplattformen, mit denen das Projekt im Küstenauftriebsgebiet vor Peru Untersuchungen durchgeführt hat – sowie auf wichtige Proben, die nach wie vor in Peru eingelagert sind.

Als am Dienstagmorgen die LKW mit insgesamt fünf Materialcontainern auf das Gelände des GEOMAR rollen, ist Prof. Dr. Ulf Riebesell die Erleichterung anzusehen. Die Container gehören zu einer Forschungsexpedition des GEOMAR-Projekts CUSCO. Die wissenschaftliche Kampagne im Frühjahr 2020 sollte den Einfluss des durch den Menschen verursachten Klimawandels auf besonders produktive küstennahe Fischereigebiete erforschen. Dann wurden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von dem plötzlichen und konsequenten peruanischen Lockdown überrascht. Sie konnten inzwischen alle wieder nach Deutschland zurückkehren. Der Rücktransport des umfangreichen Expeditionsmaterials nach Deutschland erweist sich Corona-bedingt jedoch als äußerst schwierig. und ist mit einem hohen zeitlichen und finanziellen Mehraufwand verbunden.

„Wir sind erleichtert, dass wir unsere ersten Materialcontainer jetzt endlich in Kiel empfangen können!“, strahlt Professor Ulf Riebesell, Leiter des CUSCO-Projekts und der Forschungsexpedition. „Als wir uns unerwartet im peruanischen Lockdown befanden, wussten wir überhaupt nicht, was auf uns zukommt. Das Wichtigste war dann, alle Personen sicher nach Hause zu bekommen. Das ist uns auch gelungen. Aber was mit unserem Material, den Proben und den Forschungsergebnissen passieren würde, stand in den Sternen. Nun sieht es vorerst nach einem glücklichen Ausgang aus. Nur für unsere Mesokosmen und unsere Proben müssen wir noch die Daumen drücken.“ Viele der vor Ort genommenen Proben sind noch unterwegs oder warten noch auf Abfertigung in Peru. Einige müssen durchgehend bei -80°C gekühlt werden. Dies erschwert einen sicheren und verlässlichen Transport in die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt. Mehr erfahren...

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